Cairns to Alice Springs (Published: 13.12.2009 - 23:50 German time)
Sodala, nun ist es endlich soweit. Unsere Reise führt uns weiter in die unerbittliche Hitze des "Red Center" direkt nach Alice Springs um den Ayers Rock zu besuchen. Knappe 2000km Anfahrt stehen auf dem Plan ;)

Atherton Tablelands
Wir schreiben den 9.12., die Energiereserven waren neu aufgefüllt und so brachen wir unser Lager ab, um die "Atherton Tablelands",welche sich im Dunballa Nationalpark westlich von Cairns befinden, anzusteuern.
Erster Etappenstopp war der Cathedral Fig Tree, ein gigantischer Fig Baum (für eine deutsche Übersetzung wären wir dankbar), der Seinen Namen durch die Kathedralenartige Form seiner Baumkrone erhalten hat. Der Baum ist ca. 500 Jahre alt, 44m im Umfang und rund 48m hoch. Alles in allem eine echt imposante Meisterleisung der Natur.
Unsere Reise führte uns weiter zu einem kleinen See vulkanischen Ursprungs. Dort nutzten wir auch gleich die Gelegenheit eines kurzen Bushwalks, um uns ein wenig die Beine von der Fahrerei zu vertreten. Auch wenn der Regenwald in dieser Gegend irgendwie immer ähnlich ausschaut, ist es doch jedesmal ein Erlebnis diesen zu durchstreifen.
Körperlich ertüchtigt ging es dann weiter zum eigentlichen Tagesziel, dem "Tinaroo Dam", welcher errichtet wurde um zum einen neue Ackerflächen zu schaffen und zum Anderen um die Region mit Elektrizität zu versorgen. Der Staudamm konnte komplett auf einer Schotterpiste umrundet werden und bot 5 Campingplätze direkt am Ufer gelegen zur Übernachtung. Leider bringen soviele Auswahlmöglichkeiten auch immer die Qual der Wahl des besten Platzes mit sich. Unsere Entscheidung fiel, nachdem wir alle 5 Plätze inspiziert hatten, schliesslich auf den "Kauri Creek Campground". Wie bereits erwähnt lag auch dieser direkt am Seeufer und bot einen fabelhaften Ausblick über diesen.
Nachdem auch noch der passende Lagerplatz auf dem Campground gefunden war (so lange dauert die ganze Prozedur normalerweise nicht), hiess es noch schnell Feuerholz sammeln und wie sooft relaxen ;) Im zuge der Feuerholzbeschaffung hatte Andy dann auch seine erste Begegnung mit einer Schlange in nächster Nähe. Ausgiebige Recherchen haben ergeben, dass es sich um eine rund 60 cm lange Water Python (kann zwar beissen, ist aber nicht giftig) gehandelt hatte.
Zum Abendessen gabs dann noch leckere Spaghetti Bolognese (natürlich frisch zubereitet) und im Anschluss daran einen entspannten Abend am Lagerfeuer. Da für den nächsten Tag einen längeren Bushwalk direkt vom Campingplatz weg geplant war hiess es dann auch schon bald ab ins Bett und Gute Nacht.
Zu unserer Freude muss noch erwähnt werden, dass sich die Mücken erstmalig in Grenzen gehalten haben und wir so gut wie keine neuen Stiche verzeichnen konnten. Auch die Temperatur war mehr als angenehm kühl, da sich das Tableland scheinbar ziemlich hoch befand und stets eine leichte Briese wehte.
Erster Etappenstopp war der Cathedral Fig Tree, ein gigantischer Fig Baum (für eine deutsche Übersetzung wären wir dankbar), der Seinen Namen durch die Kathedralenartige Form seiner Baumkrone erhalten hat. Der Baum ist ca. 500 Jahre alt, 44m im Umfang und rund 48m hoch. Alles in allem eine echt imposante Meisterleisung der Natur.
Unsere Reise führte uns weiter zu einem kleinen See vulkanischen Ursprungs. Dort nutzten wir auch gleich die Gelegenheit eines kurzen Bushwalks, um uns ein wenig die Beine von der Fahrerei zu vertreten. Auch wenn der Regenwald in dieser Gegend irgendwie immer ähnlich ausschaut, ist es doch jedesmal ein Erlebnis diesen zu durchstreifen.
Körperlich ertüchtigt ging es dann weiter zum eigentlichen Tagesziel, dem "Tinaroo Dam", welcher errichtet wurde um zum einen neue Ackerflächen zu schaffen und zum Anderen um die Region mit Elektrizität zu versorgen. Der Staudamm konnte komplett auf einer Schotterpiste umrundet werden und bot 5 Campingplätze direkt am Ufer gelegen zur Übernachtung. Leider bringen soviele Auswahlmöglichkeiten auch immer die Qual der Wahl des besten Platzes mit sich. Unsere Entscheidung fiel, nachdem wir alle 5 Plätze inspiziert hatten, schliesslich auf den "Kauri Creek Campground". Wie bereits erwähnt lag auch dieser direkt am Seeufer und bot einen fabelhaften Ausblick über diesen.
Nachdem auch noch der passende Lagerplatz auf dem Campground gefunden war (so lange dauert die ganze Prozedur normalerweise nicht), hiess es noch schnell Feuerholz sammeln und wie sooft relaxen ;) Im zuge der Feuerholzbeschaffung hatte Andy dann auch seine erste Begegnung mit einer Schlange in nächster Nähe. Ausgiebige Recherchen haben ergeben, dass es sich um eine rund 60 cm lange Water Python (kann zwar beissen, ist aber nicht giftig) gehandelt hatte.
Zum Abendessen gabs dann noch leckere Spaghetti Bolognese (natürlich frisch zubereitet) und im Anschluss daran einen entspannten Abend am Lagerfeuer. Da für den nächsten Tag einen längeren Bushwalk direkt vom Campingplatz weg geplant war hiess es dann auch schon bald ab ins Bett und Gute Nacht.
Zu unserer Freude muss noch erwähnt werden, dass sich die Mücken erstmalig in Grenzen gehalten haben und wir so gut wie keine neuen Stiche verzeichnen konnten. Auch die Temperatur war mehr als angenehm kühl, da sich das Tableland scheinbar ziemlich hoch befand und stets eine leichte Briese wehte.

Chillagoe
Tropf, prassel ... Wie konnte es anders sein, nach einer sternen klaren Nacht weckte uns mal wieder der Regen. Das war aber nicht weiter tragisch, da wir ja unser Sonnen- oder in diesem Fall Regensegel bereits am Vortag aufgebaut hatten. So hiess es ersteinmal ausgiebig frühstücken um das Ende des Regens abzuwarten. Und siehe da, der Plan hat ausnahmsweise sogar geklappt. Gerade als wir mit dem Abbau unseres Lagers begonnen hatten, blinzelten die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke und ehe man sich versah schien der Stern wieder mit voller Kraft auf uns herab. Dieses Phänomen hatten wir auf unserer Reise durch die Regenwälder des Nordens von Queensland nun bereits mehrmals beobachtet.
Guter Dinge hiess es also wieder back on the road und auf in Richtung Chillagoe, einer kleinen Minenstadt im Landesinneren, um dort eine bekannte Tropfsteinhöhle zu besuchen. Der Weg dort hin führte uns über einen Mix aus Asphalt und Schotterstrassen durch einige kleine abgelegene Dörfer, durch ausgetrocknete Flussbetten (hier sind wohl 98% der Flussbette ausgetrocknet) durch die Savannah. Das Umgebungsbild war geprägt von strohigem, kniehohem Gras auf roter Erde. Stark duftende Eukalyptusbäume und schroffe Felsformationen unterbrachen diese immer wieder. Diese Art der Vegetation war erstmalig auf unserer Reise und der Vorbote der uns bevorstehenden Reise in Richtung der Mitte von Australien, wo überwiegend Wüste vorherrscht.
Am späten Nachmittag erreichten wir schliesslich Chillagoe. Dort buchten wir gleich die Höhlentour für den nächsten Tag und machten uns auf die wenigen weiteren Sehenswürdigkeiten des Ortes abzuklappern.
Zu diesen zählen:
Wie Ihr seht war die Ausbeute eher mager und so machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz fürs Nachtlager. Heute sollte mal wieder die Reisekasse geschont werden und ein ruhiges Plätzchen im Umkreis der Stadt zum nächtigen dienen. Und siehe da, wer suchet der findet und so befand sich unser Lagerplatz direkt an einem kleinen Bach, der sogar ein wenig Wasser führte am Stadtrand von Chillagoe. Und gesetzt den Fall, dass wir von dort nicht vertrieben werden würden, stand einer erholsamen Nacht nichts mehr im Wege.
Guter Dinge hiess es also wieder back on the road und auf in Richtung Chillagoe, einer kleinen Minenstadt im Landesinneren, um dort eine bekannte Tropfsteinhöhle zu besuchen. Der Weg dort hin führte uns über einen Mix aus Asphalt und Schotterstrassen durch einige kleine abgelegene Dörfer, durch ausgetrocknete Flussbetten (hier sind wohl 98% der Flussbette ausgetrocknet) durch die Savannah. Das Umgebungsbild war geprägt von strohigem, kniehohem Gras auf roter Erde. Stark duftende Eukalyptusbäume und schroffe Felsformationen unterbrachen diese immer wieder. Diese Art der Vegetation war erstmalig auf unserer Reise und der Vorbote der uns bevorstehenden Reise in Richtung der Mitte von Australien, wo überwiegend Wüste vorherrscht.
Am späten Nachmittag erreichten wir schliesslich Chillagoe. Dort buchten wir gleich die Höhlentour für den nächsten Tag und machten uns auf die wenigen weiteren Sehenswürdigkeiten des Ortes abzuklappern.
Zu diesen zählen:
- Old Smelters->100 Jahre alte Schornsteine, die die Überreste einer alten Schmelzerei darstellten. Lustigerweise war das begehen zu Fuss auf dem Gelände verboten und man durfte nur mit dem Auto rundumfahren. Auch wenn die Ruinen eher mässig imposant waren, war der Ausblick der sich von dem Plateu vor den Ruinen bot um so schöner. 270° Rundumblick auf die Täler und Berge der Umgebung, Wolkenbrüche in der Ferne und sogar ein Regenbogen. Sowas sieht man nicht alle Tage.
- Balanced Rock -> Ein Felsen, der windschief mit nur einer sehr kleinen Auflagefläche auf einem anderen Felsen steht. Keine Ahnung wie man das besser beschreiben könnte, aber dafür gibts bilder davon in der Gallery.
- und... das wars eigentlich schon
Wie Ihr seht war die Ausbeute eher mager und so machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz fürs Nachtlager. Heute sollte mal wieder die Reisekasse geschont werden und ein ruhiges Plätzchen im Umkreis der Stadt zum nächtigen dienen. Und siehe da, wer suchet der findet und so befand sich unser Lagerplatz direkt an einem kleinen Bach, der sogar ein wenig Wasser führte am Stadtrand von Chillagoe. Und gesetzt den Fall, dass wir von dort nicht vertrieben werden würden, stand einer erholsamen Nacht nichts mehr im Wege.

Georgetown
Und wieder brach ein neuer heisser morgen herein. Die Sonne geht hier momentan ca. um 5.30Uhr Ortszeit auf. Irgendwie laufen die Uhren hier sowieso anders. Das Leben findet mit Sonnenuntergang ein Ende und alles verkriecht sich zu Hause ins Bett. Dafür beginnen die Tage hier auch schon mit Sonnenaufgang. Gar nicht so einfach sich diesem Rythmus anzupassen ;)
An diesem Tag stand die Besichtigung der lokalen Tropfsteinhöhlen auf dem Programm. Da die Tour erst um 9 Uhr beginnen sollte, hatten wir noch genügend Zeit in Ruhe im Wasserloch ganz in der Nähe unsers Nachtlagers zu baden und danach ausgiebig zu frühstücken. Toastbroat mit Salat, Tomate und Streichkäse standen an diesem Morgen auf dem Speiseplan. Vegetarier sind schon richtig arme Schweine! Wobei, den wilden Schweinen hier (um genau zu sein Wildschweine wie wir sie auch in Deutschland haben) schien dieser Leckerbissen durchaus zu schmecken, was zu einer unfreiwilligen Begegnung mit einer Wilsau und ihrem Frischling führte. Das kling generell zwar ganz lustig, was es irgendwie im ersten Moment auch war, als die beiden schnurstracks auf uns zukamen. Dumm nur, dass die Viecher relativ penetrant und aggressiv sind und sich erst über unser Frühstück und dann über unser Auto hergemacht hatten. Frisch gestärkt und spätestens nach der Begegnung mit den Wildsäuen auch putzmunter machten wir uns auf zur Höhlentour. Als erstes stand eine geführte Tour durch die "Donna"-Tropfsteinhöhle an. Diese hat ihren Namen auf Grund eines Frauengesichts im Gestein. Die Höhle selbst war nicht allzugross, aber alles in allem ganz nett anzuschaun. Die Tour war dann nach 1h auch schon wieder vorbei und wir stiegen wieder aus der wohlklimatisierten Höhle zurück in die brütende Hitze an der Oberfläche. Durch Zufall fanden wir auf dem Weg zurück zum Auto noch zwei weitere Höhlen, die zwar nicht geführt besucht werden konnten aber in denen die Erkundung auf eigene Faust erlaubt war.
Die kühle Luft in der Höhle zuvor immer im Hinterkopf holten wir also noch schnell unsere Taschenlampen aus dem Auto und machten uns auf, ein wenig Höhlenforscher zu spielen. Eine Höhle selber zu erkunden macht ja sicherlich noch mehr Spass als eine geführte Tour durch sie. Die erste Höhle Namens Pompeii Cave war nicht allzu gross. Bereits nach einem kurzen Abstieg über Geröll und Steinblöcke erreichte man den Grund der Höhle. Imposant war dabei der Blick nach oben, da das Höhlendach zerklüftet war, so dass einige Sonnenstrahlen durchdringen konnten. Ansonsten bestand diese Höhle nur aus diesem einen grossen "Raum". Also machten wir uns etwas enttäuscht auf den Rückweg und auf zum zweiten Anlauf.
Die zweite Höhle mit dem Namen "Bauhinia-Cave" versprach bereits beim Einstieg mehr Abenteuer. Dieser war nur durch ein relativ enges Loch im Felsen möglich und führte sofort über steile Felsbrocken in einen stock dunklen Gang. Folgte man diesem immer tiefer in den Fels erreichte man schliesslich einen ersten grösseren Raum mit einigen Trofsteinen darin. Der Raum befand sich bereits so tief im Fels, dass keinerlei Sonnenlicht mehr eindringen konnte. Fasziniert ging es einen weiteren Gang nun schon fast kriechend immer tiefer einen engen Gang entlang. Ich muss zugeben, dass ist sicherlich ein leicht mulmiges Gefühl, das aufkommt wenn man in absoluter Dunkelheit kriechender Weise immer tiefer in den Fels vordringt. Aber die Neugierde gewann und so erreichten wir schnell einen weiteren Raum, welcher um einiges flacher als der der erste war. Auch dieser war bestückt mit einigen Stalagtiten und Stalagmiten, welche sich im Laufe der Jahrhunderte gebildet hatten. Auf den Weg durch die nun immer stickiger werdenden Gänge haben wir dann noch eine ca. 15cm grosse Spinne direkt über unseren Köpfen entdeckt. Eher ein ekeliger Anblick ;) Da aus dem zweiten Raum kein Weg mehr weiter führte hiess es an dieser Stelle nach ausgiebeiger Begutachtung der Wände mit unseren Taschenlampen wieder den Rückweg einzuschlagen.
Von soviel Abenteuer motiviert ging unsere Reise an diesem Tag weiter nach Georgetown, einen kleinen verschalfenen Örtchen am Rande des Savannah Highways. Die rund 200km dorthin waren schnell hinter uns und so konnten wir noch relativ zeitig unser Lager für diesen Tag aufschlagen. In Gedenken an die Heimat gabs an diesem Abend pikante Pfannkuchen nach Outbackout-Art ;)
An diesem Tag stand die Besichtigung der lokalen Tropfsteinhöhlen auf dem Programm. Da die Tour erst um 9 Uhr beginnen sollte, hatten wir noch genügend Zeit in Ruhe im Wasserloch ganz in der Nähe unsers Nachtlagers zu baden und danach ausgiebig zu frühstücken. Toastbroat mit Salat, Tomate und Streichkäse standen an diesem Morgen auf dem Speiseplan. Vegetarier sind schon richtig arme Schweine! Wobei, den wilden Schweinen hier (um genau zu sein Wildschweine wie wir sie auch in Deutschland haben) schien dieser Leckerbissen durchaus zu schmecken, was zu einer unfreiwilligen Begegnung mit einer Wilsau und ihrem Frischling führte. Das kling generell zwar ganz lustig, was es irgendwie im ersten Moment auch war, als die beiden schnurstracks auf uns zukamen. Dumm nur, dass die Viecher relativ penetrant und aggressiv sind und sich erst über unser Frühstück und dann über unser Auto hergemacht hatten. Frisch gestärkt und spätestens nach der Begegnung mit den Wildsäuen auch putzmunter machten wir uns auf zur Höhlentour. Als erstes stand eine geführte Tour durch die "Donna"-Tropfsteinhöhle an. Diese hat ihren Namen auf Grund eines Frauengesichts im Gestein. Die Höhle selbst war nicht allzugross, aber alles in allem ganz nett anzuschaun. Die Tour war dann nach 1h auch schon wieder vorbei und wir stiegen wieder aus der wohlklimatisierten Höhle zurück in die brütende Hitze an der Oberfläche. Durch Zufall fanden wir auf dem Weg zurück zum Auto noch zwei weitere Höhlen, die zwar nicht geführt besucht werden konnten aber in denen die Erkundung auf eigene Faust erlaubt war.
Die kühle Luft in der Höhle zuvor immer im Hinterkopf holten wir also noch schnell unsere Taschenlampen aus dem Auto und machten uns auf, ein wenig Höhlenforscher zu spielen. Eine Höhle selber zu erkunden macht ja sicherlich noch mehr Spass als eine geführte Tour durch sie. Die erste Höhle Namens Pompeii Cave war nicht allzu gross. Bereits nach einem kurzen Abstieg über Geröll und Steinblöcke erreichte man den Grund der Höhle. Imposant war dabei der Blick nach oben, da das Höhlendach zerklüftet war, so dass einige Sonnenstrahlen durchdringen konnten. Ansonsten bestand diese Höhle nur aus diesem einen grossen "Raum". Also machten wir uns etwas enttäuscht auf den Rückweg und auf zum zweiten Anlauf.
Die zweite Höhle mit dem Namen "Bauhinia-Cave" versprach bereits beim Einstieg mehr Abenteuer. Dieser war nur durch ein relativ enges Loch im Felsen möglich und führte sofort über steile Felsbrocken in einen stock dunklen Gang. Folgte man diesem immer tiefer in den Fels erreichte man schliesslich einen ersten grösseren Raum mit einigen Trofsteinen darin. Der Raum befand sich bereits so tief im Fels, dass keinerlei Sonnenlicht mehr eindringen konnte. Fasziniert ging es einen weiteren Gang nun schon fast kriechend immer tiefer einen engen Gang entlang. Ich muss zugeben, dass ist sicherlich ein leicht mulmiges Gefühl, das aufkommt wenn man in absoluter Dunkelheit kriechender Weise immer tiefer in den Fels vordringt. Aber die Neugierde gewann und so erreichten wir schnell einen weiteren Raum, welcher um einiges flacher als der der erste war. Auch dieser war bestückt mit einigen Stalagtiten und Stalagmiten, welche sich im Laufe der Jahrhunderte gebildet hatten. Auf den Weg durch die nun immer stickiger werdenden Gänge haben wir dann noch eine ca. 15cm grosse Spinne direkt über unseren Köpfen entdeckt. Eher ein ekeliger Anblick ;) Da aus dem zweiten Raum kein Weg mehr weiter führte hiess es an dieser Stelle nach ausgiebeiger Begutachtung der Wände mit unseren Taschenlampen wieder den Rückweg einzuschlagen.
Von soviel Abenteuer motiviert ging unsere Reise an diesem Tag weiter nach Georgetown, einen kleinen verschalfenen Örtchen am Rande des Savannah Highways. Die rund 200km dorthin waren schnell hinter uns und so konnten wir noch relativ zeitig unser Lager für diesen Tag aufschlagen. In Gedenken an die Heimat gabs an diesem Abend pikante Pfannkuchen nach Outbackout-Art ;)

Richmond
Sodala, disesmal muss ich mal eine Vorwegbemerkung über die Nächte in Australien machen.
Das Tagesziel des 12.12. war Richmond, ca. 500km süd-westlich von Georgetown gelegen. Laut unserer Outback-Karte sollte ein 4WD Track direkt in Georgetown dorthin starten. Da 500km Offroadstrecke ein stolzes Tagesziel waren machten wir uns schon zeitig auf diese in Angriff zu nehmen. Zu unserer Verwunderung war auch dieser Track in einem besseren Zustand als erwartet und so hatten wir bereits nach 2h Fahrt die ersten 100km hinter uns gelassen. Gemäss unserer Karte sollte nun eine Abzweigung auf einen noch kleineren Track direkt vor uns liegen. Dummerweise war da nichts ausser eine Rinderfarm im Niemandsland. Vertrauend auf die freundliche australische Mentalität fuhren wir also ersteinmal auf die Farm, um dort nach dem weiteren Verlauf des Tracks zu fragen. Der Farmer (oder wie auch immer man jemanden nennt der eine Cattle-Farm betreibt) staunte nicht schlecht als er uns auf seinem Grundstück sah. Soweit draussen im laut ihm "Middle of Nowhere" also im Niemandsland sah er nicht allzuoft Touristen. Es stellte sich dann auch schnell heraus, dass der Track den wir suchten schon seit 20 Jahren (ja zwanzig Jahre) nicht mehr existierte. Danke an dieser Stelle an die hervorragende Recherche des Kartenverlages!
Da in dieser Region keine alternative Route zu unserem Tagesziel führte, hiess es daher wieder die zwei Stunden Fahrt zurück nach Georgetown, um von dort aus eine alternative Route einzuschlagen. Wer jetzt an dieser Stelle sagt: Selber Schuld, das muss man im Vorfeld erfragen ob die Strassen noch existieren, dem Gebe ich Recht. Dummerweise war die Touristinfo alleridngs nicht wie angeschrieben geöffnet und die Tankstelle (der Lebensmittelpunkt der Stadt) nur von einem jungen Mädchen besetzt. Alles im Allem also dumm gelaufen. Zurück in Georgetown hiess es also ersteinmal wieder volltanken und auf die nächsten 500km Strecke nun auf einer alternativen Route. Da es bereits nach Mittag war, mussten wir uns beeilen, da wir noch vor Einbruch der Dunkelheit in Richmond ankommen wollten. Fahren in der Dämmerung oder gar bei Nacht ist in Australien auf Grund der Kangaroos und Rinder extrem gefährlich, da diese unverhofft auf die Fahrbahn springen, wenn sie bei Nacht ein Autolicht sehen. Dumme Viecher halt!
Es folgten 500km über Schotter, rotem Sand, Asphalt und wieder eine Mischung aus allen Dreien. Ich kann Euch sagen das Fahren bei der allgegenwärtigen Hitze auf diesen Strassen ist sicher kein Zuckerschlecken, aber macht trotz allem immer wieder Spass ;) Immerhin hatten wir auf der Strecke sogar 5 entgegenkommende Fahrzeuge, was für Australische Verhältnisse im Outback doch einiges ist. Und so erreichten wir gegen 18 Uhr, kurz vor Sonnenuntergang, auch endlich unser Etappenzeil Richmond. Richmond ist generell mit Georgetown gleichzusetzen, nur dass es doppelt so viele Einwohner hat (800 an der Zahl) und somit alle Einrichtungen wie Shop und Hotel etc. auch doppelt so viele hat. Aber das hat uns nicht weiter interessiert, da wir ziemlich geschafft von den heutigen 700km Piste waren und uns auf eine hoffentlich erholsame Nacht freuten!
Da in dieser Region keine alternative Route zu unserem Tagesziel führte, hiess es daher wieder die zwei Stunden Fahrt zurück nach Georgetown, um von dort aus eine alternative Route einzuschlagen. Wer jetzt an dieser Stelle sagt: Selber Schuld, das muss man im Vorfeld erfragen ob die Strassen noch existieren, dem Gebe ich Recht. Dummerweise war die Touristinfo alleridngs nicht wie angeschrieben geöffnet und die Tankstelle (der Lebensmittelpunkt der Stadt) nur von einem jungen Mädchen besetzt. Alles im Allem also dumm gelaufen. Zurück in Georgetown hiess es also ersteinmal wieder volltanken und auf die nächsten 500km Strecke nun auf einer alternativen Route. Da es bereits nach Mittag war, mussten wir uns beeilen, da wir noch vor Einbruch der Dunkelheit in Richmond ankommen wollten. Fahren in der Dämmerung oder gar bei Nacht ist in Australien auf Grund der Kangaroos und Rinder extrem gefährlich, da diese unverhofft auf die Fahrbahn springen, wenn sie bei Nacht ein Autolicht sehen. Dumme Viecher halt!
Es folgten 500km über Schotter, rotem Sand, Asphalt und wieder eine Mischung aus allen Dreien. Ich kann Euch sagen das Fahren bei der allgegenwärtigen Hitze auf diesen Strassen ist sicher kein Zuckerschlecken, aber macht trotz allem immer wieder Spass ;) Immerhin hatten wir auf der Strecke sogar 5 entgegenkommende Fahrzeuge, was für Australische Verhältnisse im Outback doch einiges ist. Und so erreichten wir gegen 18 Uhr, kurz vor Sonnenuntergang, auch endlich unser Etappenzeil Richmond. Richmond ist generell mit Georgetown gleichzusetzen, nur dass es doppelt so viele Einwohner hat (800 an der Zahl) und somit alle Einrichtungen wie Shop und Hotel etc. auch doppelt so viele hat. Aber das hat uns nicht weiter interessiert, da wir ziemlich geschafft von den heutigen 700km Piste waren und uns auf eine hoffentlich erholsame Nacht freuten!

Mount Isa
Ich fasse mich an dieser Stelle mal kurz: 700km, brütende Hitze, glühender Asphalt, immer gerade aus, kein Ziel am Horizont, links und rechts vom Highway Spinnifex und Eucalypten UND wir mitten drin auf dem Barkley Highway in Richtung Westen nach Mount Isa, der grössten Stadt der Region
Und wir fuhren und fuhren und fuhren........ und man mag es kaum glauben erreichten nach knapp 9h Fahr unser Etappenzeil Mount Isa.
Und wir fuhren und fuhren und fuhren........ und man mag es kaum glauben erreichten nach knapp 9h Fahr unser Etappenzeil Mount Isa.

Barkley Homestead
Am Morgen des 14.12. stand ersteinmal ein routinemässiger Service Check für Billy auf dem Programm. Dieser wird von der Versicherung alle 10.000 km verlangt und muss mindestens einen Ölwechsel umfassen. Da wir bereits über 9.000 km auf dem Tacho hatten und Mt. Isa wohl noch verhältnismässig günstig war, nutzen wir die Gelegenheit diesen gleich am Morgen erledigen zu lassen.
100$ ärmer und 1,5h später konnten wir dann endlich aufbrechen und uns erneut ab auf den Highway machen. Es lagen knappe 500km Asphalt vor uns, bevor wir unser Tagesziel, die "Barkley Homestead Station" erreichen würden.
Jetzt stellt sich die Frage, was kann ich Euch über knappe 7h Autofahrt auf einem Highway erzählen?!? Naja, wie immer ging es nur gerade aus. Landschaftlich herrschte weiter Savanne mit Spinifex Gräsern und ein paar Eukalypten dazwischen vor. Ansonsten: Endlose Weite wohin man auch blickt! Glücklicherweise war der Himmel die letzte Zeit mit einem Flecken-Wolkenteppich bedeckt, was die Fahrerei um einiges angenehmer gestaltete, da die brütende Hitze der Sonne wenigstens ein wenig gemindert wurde.
Nach anstrengenden 7h hatten wir dann auch unser Tagesziel (die Station enpuppte sich als Roadhouse) erreicht. Und ich kann Euch sagen, Autofahren macht verdaaaaamt müde!
100$ ärmer und 1,5h später konnten wir dann endlich aufbrechen und uns erneut ab auf den Highway machen. Es lagen knappe 500km Asphalt vor uns, bevor wir unser Tagesziel, die "Barkley Homestead Station" erreichen würden.
Jetzt stellt sich die Frage, was kann ich Euch über knappe 7h Autofahrt auf einem Highway erzählen?!? Naja, wie immer ging es nur gerade aus. Landschaftlich herrschte weiter Savanne mit Spinifex Gräsern und ein paar Eukalypten dazwischen vor. Ansonsten: Endlose Weite wohin man auch blickt! Glücklicherweise war der Himmel die letzte Zeit mit einem Flecken-Wolkenteppich bedeckt, was die Fahrerei um einiges angenehmer gestaltete, da die brütende Hitze der Sonne wenigstens ein wenig gemindert wurde.
Nach anstrengenden 7h hatten wir dann auch unser Tagesziel (die Station enpuppte sich als Roadhouse) erreicht. Und ich kann Euch sagen, Autofahren macht verdaaaaamt müde!

Binns Track - Ammaroo
Klick, klick klick machte das Zählwerk der Tankuhr bereits früh am Morgen des 15.12. Dummerweise stand jedes "klick" für einen $ und es machte fast 100mal klick ;) Naja, ohne Sprit fährt unser Billy nun mal nicht also hiess es gute Miene zum teuren Spiel und wieder ab auf den Highway. Bis Alice Springs waren es nunmehr knappe 700km.
Unser erstes Etappenziel war Tennant Creek, wo der Barkley Highway in den Stuart Highway (Benannt nach einem berühmten Australienerkunder, der im Übrigen sein Leben auf einer seiner Expeditionen durchs "Red Center" lassen musste) benannt war. Tennant Creek ist die letzte bewohnte Ortschaft vor Alice springs und berühmt für ihre ehemals grossen Goldvorkommen. Heute ist es eine Aboriginal Ortschaft mit einer Touristinfo und ein paar Einkaufsmöglichkeiten, sowie ein paar alten Minen.
Nun muss ich zugeben dass die letzten 1xxxkm asphaltierter Highway durchaus etwas von Langeweile geprägt waren, so musste schleunigst eine Abwechslung her. Diese sollte uns der bekannte "Binns Offroadtrack" bringen, auf welchen wir die letzten 500km nach Alice Springs zurücklegen wollten. Der Track war nach einem australischen Ranger Namens Bill Binns benannt, welcher den Track in seinem 32 jährigen Outbackdasein erstellt hatte. Er selbst hat den Track mit folgenden Worten beschrieben: "This trip is really about feeling good, away from the masses on an uniterrupted adventure.". Und um das schonmal vorweg zu nehmen, er hatte damit recht!.
Aber bevor wir in den Track einsteigen konnten lag noch ein weiteres "must see" auf unserer Route. "Devils Marbles" auch als "Karlu Karlu" bekannt und bei den Aboriginals ein heiliger Ort sind gigantische, terracottafarbene Granitkugeln, die sich im laufe der letzten 1700 Millionwn Jahren durch Korrusion gebildet hatten. Ziemlich beeindruckend, wenn man davon ausgeht dass die Felsen einfach so neben den Highway auf einer riesen Ebene mitten im Niemandsland "herumliegen".
Nun konnte es endlich wieder weg vom glühend heisen Asphalte in staubiges, schroffes Terrain gehen. Kurz nach "Weicliff Well", einem weiteren Roadhouse etwa 100km südlich von Tennant Creek bogen wir richtung Norden auf den Binnstrack ein. Das heutige Etappenziel sollte Ammaroo Station, etwa 250km süd-östlich sein. Der Track führte uns vorbei an einigen Aboriginal Communities, welche von weissen nicht ohne Voranmeldung betreten werden dürfen und in denen immer absolutes Alkoholverbot herrscht, weiter auf immer kleineren Staubpisten. Nach gut 3,5h Fahrt hatten wir dann endlich den "Sandover Highway" und somit unser Etappenziel erreicht.
Da uns die dortige Picknick Area nicht gefallen hat haben wir uns einfach mal in den Vorgaten der Ammaroo Station gestellt und unser Nachtlager aufgeschlagen. Dummerweise hat das den besitzern gar nicht so gefallen und mir wurden mehr oder weniger freundlich auf diesen Sachverhalt hingewiesen. Auch wenn wir die Nacht dort nach etwas Diskussion hätten verbringen dürfen zogen wir es dann doch vor die ein Minuten Fahrt entfernte Picknick Area zu nutzen. Schliessliche ist der Sternenhimmel bei absoluter Dunkelheit eh viel imposanter ;)
Unser erstes Etappenziel war Tennant Creek, wo der Barkley Highway in den Stuart Highway (Benannt nach einem berühmten Australienerkunder, der im Übrigen sein Leben auf einer seiner Expeditionen durchs "Red Center" lassen musste) benannt war. Tennant Creek ist die letzte bewohnte Ortschaft vor Alice springs und berühmt für ihre ehemals grossen Goldvorkommen. Heute ist es eine Aboriginal Ortschaft mit einer Touristinfo und ein paar Einkaufsmöglichkeiten, sowie ein paar alten Minen.
Nun muss ich zugeben dass die letzten 1xxxkm asphaltierter Highway durchaus etwas von Langeweile geprägt waren, so musste schleunigst eine Abwechslung her. Diese sollte uns der bekannte "Binns Offroadtrack" bringen, auf welchen wir die letzten 500km nach Alice Springs zurücklegen wollten. Der Track war nach einem australischen Ranger Namens Bill Binns benannt, welcher den Track in seinem 32 jährigen Outbackdasein erstellt hatte. Er selbst hat den Track mit folgenden Worten beschrieben: "This trip is really about feeling good, away from the masses on an uniterrupted adventure.". Und um das schonmal vorweg zu nehmen, er hatte damit recht!.
Aber bevor wir in den Track einsteigen konnten lag noch ein weiteres "must see" auf unserer Route. "Devils Marbles" auch als "Karlu Karlu" bekannt und bei den Aboriginals ein heiliger Ort sind gigantische, terracottafarbene Granitkugeln, die sich im laufe der letzten 1700 Millionwn Jahren durch Korrusion gebildet hatten. Ziemlich beeindruckend, wenn man davon ausgeht dass die Felsen einfach so neben den Highway auf einer riesen Ebene mitten im Niemandsland "herumliegen".
Nun konnte es endlich wieder weg vom glühend heisen Asphalte in staubiges, schroffes Terrain gehen. Kurz nach "Weicliff Well", einem weiteren Roadhouse etwa 100km südlich von Tennant Creek bogen wir richtung Norden auf den Binnstrack ein. Das heutige Etappenziel sollte Ammaroo Station, etwa 250km süd-östlich sein. Der Track führte uns vorbei an einigen Aboriginal Communities, welche von weissen nicht ohne Voranmeldung betreten werden dürfen und in denen immer absolutes Alkoholverbot herrscht, weiter auf immer kleineren Staubpisten. Nach gut 3,5h Fahrt hatten wir dann endlich den "Sandover Highway" und somit unser Etappenziel erreicht.
Da uns die dortige Picknick Area nicht gefallen hat haben wir uns einfach mal in den Vorgaten der Ammaroo Station gestellt und unser Nachtlager aufgeschlagen. Dummerweise hat das den besitzern gar nicht so gefallen und mir wurden mehr oder weniger freundlich auf diesen Sachverhalt hingewiesen. Auch wenn wir die Nacht dort nach etwas Diskussion hätten verbringen dürfen zogen wir es dann doch vor die ein Minuten Fahrt entfernte Picknick Area zu nutzen. Schliessliche ist der Sternenhimmel bei absoluter Dunkelheit eh viel imposanter ;)

Binns Track - Alice Springs
Simones Sorgen in der Nacht, von einer "muhenden" Kuh gefressen waren unnötig, denn die Tatsache dass ich hier noch tippen kann zeigt, dass wir auch diese Nacht gut überstanden haben. Die Kuh hat zwar ausgiebig weiter gemuht uns aber verschmäht (lag wohl am Knoblauch im Abendessen).
Aber wie auch immer, am morgen des 16.12. ging es bereits um 5Uhr los, denn es standen weitere 300km des Binns Track auf dem Programm. Dieser führte uns ein kleines Stück über den Sandover Highway (der Name war Programm, eine Schotterpiste bedeckt von feinem Sand). Nach etwa 40km hatten wir diesen wieder verlassen und sind auf einer kleinen und engen Piste quer durch dichte Savanne gefahren. Man merkte jeden Meter den man südlicher kam an der Vegetation, welche immer karger und ausgetrockneter wurde. Die Piste selbst war zwar in gutem Zustand aber auf Grund des feinen Sandes sehr weich. Dumm war eigentlich nur, dass das Kartenmaterial, das wir besassen mal wieder extrem ungenau und fehlerhaft war. So waren nur ein Teil der abzweigenden Tracks eingezeichnet, was die Navigation durchs Niemandsland sehr erschwerte. Zu unserer Verteidigung: Wir hatten eine Karte von der Touristinfo (völlig veraltet und falsch), eine Outbackkarte eines renomierten Offroadverlages (nur ein Bruchteil der Tracks eingezeichnet), eine Broshuere des Tracks welche wenigstens in den Eckpunkten stimmte, aber keine Detailierten Infos gab und zu guter letzt noch unseren "Camp 5 Campingführer" welcher zwar für Strassentourismus ausgelegt ist, aber paradoxer Weise noch am genauesten war. Oft dachten wir den falschen Weg erwischt zu haben, stiessen dann aber wenig später wieder auf ein kleines Schild mit der Aufschrift "Binns Track".
Nach ca. 150km fahrt erreichten wir schliesslich den "Plenty Highway" welcher uns immerhin wieder eine genaue Orientierung im Kartenmaterial bot.
Diesen hatten wir aber bereits nach wenigen km wieder verlassen um auf einem weiteren Track durch die "McDonnalds Range" die "Arltunga-Station" anzusteuern. Die Mc Donnalds Range ist ein ausgewiesener Nationalpark, der ausschliesslich mit anspruchsvollen 4WD Pisten durchzogen ist (Dies hat uns jedenfalls ein grosses rotes Warnschild am Einstieg in den Track miteteilt). Dieser Abschnitt erwies sich dann auch als der spannenste dieses Tages. Er war geprägt von weichem Sand, tiefen Auswaschungen und immerwieder Steinfeldern mit extrem scharfkantigen Granitbrocken. Die Landschaft entwickelte sich immer mehr in Richtung Felswüste mit nur noch wenig Vegetation. Zu unserem überraschen sahen wir auch die ersten "Red Kangaroos", welche weitaus grösser(bis zu 2m hoch) als die "Grey Kangaroos" welche wir bisher gesehen hatten waren. Nach ca. 25km fahrt erreichten wir eine Bergkette, welche als nächstes zu durchqueren anstand. Die Umgebung verwandelte sich wie aus dem nichts wieder in teilweise sogar eine grüne Landschaft mit vielen Eukalypten. Dazwischen immer wieder grosse schroffe Felsen oder ausgetrocknete Flussbette welche wir durchqueren mussten. Ich muss sagen, bei manchen dieser waren wir ganz froh, dass diese ausgetrocknet waren. Es ist absolut unverstellbar, wie sich diese riesen Flüsse nach nur 1-2 Tagen Regen wieder durch die wüstenähnlichen Landstriche ziehen würden. Davor hatte uns auch die nette Dame in der Touristinfo in Tennant Creek gewarnt. Aber angeblich verdrocknen die Flüsse genausoschnell wie sie sich gefüllt haben wieder und man kann dies quasi abwarten oder bessergesagt aussitzen, bevor man sie durchquert.
Da es zu einer solchen Zwangspause Gott sei dank nicht kam erreichten wir am frühen Abend dann auch die Arltunga Station (welche im Übrigen seit fast 2 Jahren geschlossen war und zum Verkauf steht, falls wer Interesse hat) und wir hatten wieder eine asphaltierte Strass für die letzten 100km nach Alice Springs unter unseren geschundenen Reifen.
Mit dem Erreichen von Alice Springs war dann auch der erste Teil unser grossen Outback Tour geschafft und es standen ersteinmal Vorräte aufstocken, Sightseeing und Billypflege/reparatur auf dem Programm. Aber nicht mehr an diesem Abend, denn da war nur noch Erholen angesagt!
Aber wie auch immer, am morgen des 16.12. ging es bereits um 5Uhr los, denn es standen weitere 300km des Binns Track auf dem Programm. Dieser führte uns ein kleines Stück über den Sandover Highway (der Name war Programm, eine Schotterpiste bedeckt von feinem Sand). Nach etwa 40km hatten wir diesen wieder verlassen und sind auf einer kleinen und engen Piste quer durch dichte Savanne gefahren. Man merkte jeden Meter den man südlicher kam an der Vegetation, welche immer karger und ausgetrockneter wurde. Die Piste selbst war zwar in gutem Zustand aber auf Grund des feinen Sandes sehr weich. Dumm war eigentlich nur, dass das Kartenmaterial, das wir besassen mal wieder extrem ungenau und fehlerhaft war. So waren nur ein Teil der abzweigenden Tracks eingezeichnet, was die Navigation durchs Niemandsland sehr erschwerte. Zu unserer Verteidigung: Wir hatten eine Karte von der Touristinfo (völlig veraltet und falsch), eine Outbackkarte eines renomierten Offroadverlages (nur ein Bruchteil der Tracks eingezeichnet), eine Broshuere des Tracks welche wenigstens in den Eckpunkten stimmte, aber keine Detailierten Infos gab und zu guter letzt noch unseren "Camp 5 Campingführer" welcher zwar für Strassentourismus ausgelegt ist, aber paradoxer Weise noch am genauesten war. Oft dachten wir den falschen Weg erwischt zu haben, stiessen dann aber wenig später wieder auf ein kleines Schild mit der Aufschrift "Binns Track".
Nach ca. 150km fahrt erreichten wir schliesslich den "Plenty Highway" welcher uns immerhin wieder eine genaue Orientierung im Kartenmaterial bot.
Diesen hatten wir aber bereits nach wenigen km wieder verlassen um auf einem weiteren Track durch die "McDonnalds Range" die "Arltunga-Station" anzusteuern. Die Mc Donnalds Range ist ein ausgewiesener Nationalpark, der ausschliesslich mit anspruchsvollen 4WD Pisten durchzogen ist (Dies hat uns jedenfalls ein grosses rotes Warnschild am Einstieg in den Track miteteilt). Dieser Abschnitt erwies sich dann auch als der spannenste dieses Tages. Er war geprägt von weichem Sand, tiefen Auswaschungen und immerwieder Steinfeldern mit extrem scharfkantigen Granitbrocken. Die Landschaft entwickelte sich immer mehr in Richtung Felswüste mit nur noch wenig Vegetation. Zu unserem überraschen sahen wir auch die ersten "Red Kangaroos", welche weitaus grösser(bis zu 2m hoch) als die "Grey Kangaroos" welche wir bisher gesehen hatten waren. Nach ca. 25km fahrt erreichten wir eine Bergkette, welche als nächstes zu durchqueren anstand. Die Umgebung verwandelte sich wie aus dem nichts wieder in teilweise sogar eine grüne Landschaft mit vielen Eukalypten. Dazwischen immer wieder grosse schroffe Felsen oder ausgetrocknete Flussbette welche wir durchqueren mussten. Ich muss sagen, bei manchen dieser waren wir ganz froh, dass diese ausgetrocknet waren. Es ist absolut unverstellbar, wie sich diese riesen Flüsse nach nur 1-2 Tagen Regen wieder durch die wüstenähnlichen Landstriche ziehen würden. Davor hatte uns auch die nette Dame in der Touristinfo in Tennant Creek gewarnt. Aber angeblich verdrocknen die Flüsse genausoschnell wie sie sich gefüllt haben wieder und man kann dies quasi abwarten oder bessergesagt aussitzen, bevor man sie durchquert.
Da es zu einer solchen Zwangspause Gott sei dank nicht kam erreichten wir am frühen Abend dann auch die Arltunga Station (welche im Übrigen seit fast 2 Jahren geschlossen war und zum Verkauf steht, falls wer Interesse hat) und wir hatten wieder eine asphaltierte Strass für die letzten 100km nach Alice Springs unter unseren geschundenen Reifen.
Mit dem Erreichen von Alice Springs war dann auch der erste Teil unser grossen Outback Tour geschafft und es standen ersteinmal Vorräte aufstocken, Sightseeing und Billypflege/reparatur auf dem Programm. Aber nicht mehr an diesem Abend, denn da war nur noch Erholen angesagt!

Alice Springs
So, nachdem wir gestern ja erstmalig Probleme mit unserem Billy hatten, war es mal wieder an der Zeit sich diesem ausführlichst zu widmen.
Die Diagnose:
Unser erster weg ging am Morgen also zum Toyota Händler, um an die Ersatzteile zu kommen. Dummerweise war nichts davon vorrätig und die Lieferung hätte bis nächsten Montag, also 4 Tage gedauert. Wenn wir bedenken, dass wir gerade am Ar**** der Welt sind und ca. 2000km von der nächsten grösseren Stadt entfernt sind, das ja noch ganz human. Der nette Verkäufer verwies uns aber auf einen Teilehändler gleich um die Ecke, der Nachbauten ähnlich wie Motorteile Trost oder ATU in Deutschland vertreibt. Also hiess es auf zu diesem Händler, um dort unser Glück zu versuchen. Und siehe da, dieser war hervorragend bestückt und wir konnten alle Teile erstehen incl. diversen Kleinteilen, die wir für die Reparatur zusätzlich brauchten. Man kann sagen, wir verfügen nun über ein vollständiges Werkzeugsortiment mit dem wir wohl das ganze Auto in alle Einzelteile zerlegen könnten. Aber da es soweit hoffentlich nicht kommen wird wollten wir uns erstmal um die anstehenden Reparaturen kümmern. Der Ganze Spass an Ersatzteile hat übrigens mal schlappe 300$ gekostet. Aber so eine Benzinpumpe als Weihnachtsgeschenk an Simone ist doch auch ganz nett ;)
Jedenfalls gings dann los. Simone wurde kurzerhand in die nächste Shoppingmall verfrachtet und ich konnte mich in Ruhe unserem Billy widmen. Und siehe da, nach knapp 3h Arbeit war alles geschafft. Der Ventildeckel war wieder dicht und die Benzinpumpe verrichtete auch wieder ihre Dienste. Leider waren die Anschlüsse der neuen Pumpe nicht mit denen der alten identisch und so war unsere Benzinleitung nun zu kurz. Aber da es in Alice Springs nur so von Ersatzteilehändler und Autowerkstätten wimmelte war das auch kein grösseres Problem und so freute sich wenigstens unser Billy nun auch noch über neue Benzinleitungen und unser Geldbeutel über gähnende Leere.
Naja, immerhin lief das Auto nun wieder einwandfrei und weiteren Abenteuern in der Wüste Australiens stand nichts mehr im Wege!
Ratet doch mal was der Himmel an diesem Abend noch für eine Überraschung für uns parat hatte!
Die Diagnose:
- Benzinpumpe kaputt (Membran gerissen, was zu einem kontinuierlichen Austritt von Benzin in den Motorraum führt)
- Ventildeckeldichtung undicht (engl. Rocket Cover Gasket, nen dümmeren Namen hätten Sie sich nicht einfallen lassen können)
- Und zu guter letzt leckte auch noch der Kühlerschlauch
Unser erster weg ging am Morgen also zum Toyota Händler, um an die Ersatzteile zu kommen. Dummerweise war nichts davon vorrätig und die Lieferung hätte bis nächsten Montag, also 4 Tage gedauert. Wenn wir bedenken, dass wir gerade am Ar**** der Welt sind und ca. 2000km von der nächsten grösseren Stadt entfernt sind, das ja noch ganz human. Der nette Verkäufer verwies uns aber auf einen Teilehändler gleich um die Ecke, der Nachbauten ähnlich wie Motorteile Trost oder ATU in Deutschland vertreibt. Also hiess es auf zu diesem Händler, um dort unser Glück zu versuchen. Und siehe da, dieser war hervorragend bestückt und wir konnten alle Teile erstehen incl. diversen Kleinteilen, die wir für die Reparatur zusätzlich brauchten. Man kann sagen, wir verfügen nun über ein vollständiges Werkzeugsortiment mit dem wir wohl das ganze Auto in alle Einzelteile zerlegen könnten. Aber da es soweit hoffentlich nicht kommen wird wollten wir uns erstmal um die anstehenden Reparaturen kümmern. Der Ganze Spass an Ersatzteile hat übrigens mal schlappe 300$ gekostet. Aber so eine Benzinpumpe als Weihnachtsgeschenk an Simone ist doch auch ganz nett ;)
Jedenfalls gings dann los. Simone wurde kurzerhand in die nächste Shoppingmall verfrachtet und ich konnte mich in Ruhe unserem Billy widmen. Und siehe da, nach knapp 3h Arbeit war alles geschafft. Der Ventildeckel war wieder dicht und die Benzinpumpe verrichtete auch wieder ihre Dienste. Leider waren die Anschlüsse der neuen Pumpe nicht mit denen der alten identisch und so war unsere Benzinleitung nun zu kurz. Aber da es in Alice Springs nur so von Ersatzteilehändler und Autowerkstätten wimmelte war das auch kein grösseres Problem und so freute sich wenigstens unser Billy nun auch noch über neue Benzinleitungen und unser Geldbeutel über gähnende Leere.
Naja, immerhin lief das Auto nun wieder einwandfrei und weiteren Abenteuern in der Wüste Australiens stand nichts mehr im Wege!
Ratet doch mal was der Himmel an diesem Abend noch für eine Überraschung für uns parat hatte!
Comments
Andy || Published: 17.12.2009 05:23 (German time)
Servus zusammen,
@Pat: Besten Dank für die Aufklärung ;)@Mel: Wir hätten noch nen Platz im Auto frei *g, sind nun in Alice Springs angekommen und so wie es ausschaut verbringen wir Weihnachten vor dem Uluru@Fuchs B.: Mal gucken ob noch ein Plätzchen in unserem überfüllten gepäck ist
@Rest: BlogUpdate folgt heute Nacht
Fuchs B. || Published: 16.12.2009 20:50 (German time)
Vergesst nicht, mir ein kleines Stückchen vom Uluru mitzubringen !
Pat || Published: 16.12.2009 01:52 (German time)
Feigenbaum!!! Hat nix mit Ficken zu tun... ;-)
Lg aus dem verschneiten München!
MEL || Published: 14.12.2009 12:27 (German time)
Mensch, wär Ich jetzt gern bei Euch, hier ist es ARSCHKALT schon ne Idee, wo Ihr Weihnachten verbringt.
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