Yulara to West Coast & Exmouth (Published: 01.01.2010 - 02:16 German time)

Weihnachten war überstanden und schon ging es weiter in Richtung West Coast. Die Etappe sollte rund 2500km Schotterpiste umfassen und uns 4 Tage Fahrt kosten ;)
 


 
 
Kata Tjuta (Olgas) & Warakurna

Kata Tjuta (Olgas) & Warakurna

4 Uhr am Morgen des 25.12.09. Bei Euch war das gerade 20Uhr am Weihnachtsabend, hiess es raus aus den Federn. Zumindest versuchten wir es. In Wahrheit klingelte der Wecker und wir drehten uns nocheinmal um ;)

Etwas verspätet ging es dann aber doch irgendwann auf in Richtung Westküste mit dem erklärten Etappenziel Exmouth. Vor uns lagen rund 2500km Schotterpiste durch drei Wüsten Australiens hinaus aus dem Nothern Terretory nach Western Australia.

Wenn man an die gesamten Distanz im Hinterkopf hat muss ich gestehen, ist das Fahren besonders in den ersten km etwas mühselig. Aber immerhin waren bereits nach rund 80km die Olgas (Kata Tjuta) in Sicht. Die Olgas sind generell nichts anderes als der Uluru, nur dass diese nicht ein Stück sondern aus mehrere einzelne Felsbrocken bestehen. Daher kennt Sie wohl auch niemand, der nicht schon da war. Zugegebener massen waren Sie auch nicht sonderlich spektakulär aber das kann ja jeder selbst auf den Bilder beuurteilen. In jedem Fall waren Sie einen Fotostopp wert und der kurze Spaziergang zum Aussichtspunkt war auch eine willkommenen Abwechslung!

Es folgten knappe 400km Staub und Schotter quer durchs Land. Einzige Zivilisation: Einige Aboriginal Communities. Tagesziel sollte an diesem Tag das Warakurna Roadhouse sein. Dummerweise hätten wir um dieses zu erreichen nocheinmal tanken müssen. Dummerweise nich weil wir kein Geld mehr hatten (auch wenn das unter Umständen ein Grund wäre), sondern weil die Aussies am 25. Weihnachten Feiern und da einfach mal alles zusperren, also auch die Tankstellen. Netter Weise konnten wir aber wenigstens die Nacht auf dem Campingplatz hinter dem geschlossenen Roadhouse verbringen. Man könnte fast meinen das war ein Trick wenigstens einen Gast pro Tag zu haben, aber man will den Aussies ja nichts böses unterstellen!

Einige Dingos und eine DVD später hiess es dann aber auch für uns ab in die Haia und fit für den nächsten Tag werden. Es standen schliesslich ja noch über 2000km auf dem Programm!
 
 
 
Lenora

Lenora

Und wieder ging eine weitere Nacht unter dem schier unendlich erscheinenden australischen Sternenhimmel zu Ende. Und das Beste daran: die Temperatur war diese Nacht relativ kühl und somit verdammt angenehm! Um kurz nach 9 hiess es wieder ab auf die Road, da dann die Tankstelle des Roadhouse öffnete. Also hatten wir noch schnell getankt und der heutige Roadtrip konnte beginnen. Tagesziel: Leonora, 870km westlich.

Über die Fahrt selbst lässt sich nicht viel sagen, es ging wie immer meist gerade aus und die Strasse bestand wie üblich in diesen Breitengrade aus Sand und Schotter. Alles in allem aber sehr angenehm zu fahren. Die Umgebung wahr eher eintönig karg, der Himmel strahlte dafür in einem satten Blau und es war kein Wölkchen weit und breit zu sehen;)

870km, 12h ohne Pause (angehalten wurde nur zum Tanken und pinkel, letzteres allerdings ausschliesslich am Strassenrand um Zeit zu sparen) erreichten wir an diesem Abend doch etwas erschöpft von der Fahrt Leonora. Und da in dem Dorf wiedermal alles geschlossen hatte (incl. Campingplatz) hiess es noch schnell eine nette Nachricht an der Rezeption zu hinterlassen und dann gaaaaanz schnell zum gemütlichen Teil des Tages (oder in diesem Fall des späten Abends) überzugehen: Kochen, abspülen und dann schlaaaaafen!
 
 
 
Mt. Augustus

Mt. Augustus

Die Überraschung überkam uns am Morgen des 27.12.09. Als wir den Camping paltz wieder verlassen und vorher noch brav das Zahlen nachholen wollten war die Rezeption noch immer geschlossen. Allerdings waren ein paar ältere Dauercamper schnell parat und meinten, dass der Camping momentan nichts kostet, da die Besitzter im Urlaub sind. (Wortlaut: It's a Christmas Present... Get away;=). Das liessen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und ab ging es wieder auf die Road. Tagesziel: Mt. Augustus 900km weiter in Richtung Westküste. Zwar kennt wohl niemand auf der Welt diesen Felse, aber tatsächlich handelt es sich um den grössten Monoliten der Welt (Uluru hält nur Platz 2). Allerdings ist dieser weitaus weniger spektakulär als der Uluru, weil er wei ein mittelgrosser Hügel, völlig grün bewachsen aussieht. Wüsste man nicht, dass er in der Wüste steht, könnte man meinen man wäre im Bayerischen Wald oder so. Leider wussten wir das zuvor nicht und wären wir die 900km nur wegen dem Felsen gefahren währen wir wohl exrem enttäuscht gewesen. Aber da er eh auf dem Weg lag und daneben gleich ein Camping Resort lag war dies nicht weiter tragisch.

Enttäuschend hingegen war das Resort. Im Campingführer als eher hochklassige Ferienanlage beschrieben freuten wir uns schon auf eine kühle Dusche oder vielleicht sogar einem Pool. Die Abkühlung kam als wir dort ankahmen. Geschätzte 100 Kangaroos besiedelten den Caravan Park und alles weitere war vernagelt und abgeschottet. Irgendwie schien das ganze weniger ein prachtvolles Ferienresort als vielmehr eine geschlossene, heruntergekommene was auch immer zu sein.

Es hiess also weitere 50km weiter in Richtung Küste, da dort laut Führer ein weiterers Camp sein sollte. Dumm war das es schonwieder dämmerte. Also war die Fahrtdorthin wiedermal von unzähligen Kangaroos auf oder neben der Strasse geprägt. Sichtlich froh erreichten wir dann aber dennoch fast 1h später das nächste Camp, welches dann sogar noch betrieben wurde und geöffnet war ;)
 
 
 
Exmouth - Tag 1

Exmouth - Tag 1

Wir schreiben den Morgen des 28.12.09, das Jahr neigt sich dem Ende ABER was gibt es schöneres vom Morgengrauen geweckt zu werden ;) Höchst motiviert heute unsere letzte Etappe mit 500km nach Exmouth zu meistern starteten wir also in den Tag. Komisch an der Sache war nur, dass das Auto eine leichte Schlagseite hatte. Naja, auch Parken mag gelern sein...

Ein kurzer Rundgang ums Auto hat leider etwas anderes gezeigt. Die Schräglage war nicht durch meine minderen Parkkünste verursacht, sonder dummerweise von einem platten Reifen (hinten links). Naja, eigentlich war es auch schon lange überfällig. Immerhin waren wir bereits ca. 5000km auf Schotterpisten geheitz. Es hiess also nicht verzagen und den Ersatzreifen aufziehen. Dass das allerdings auch mit Problemen verbunden war dachten wir anfangs nicht.

Erstes Problem: Im Bordwerkzeug fehlte ein Spezialschlüssel, mit dem man den Ersatzreifen von der Halterung lösen konnte. Zweites Problem: Der Wagenheber der ebenfalls beim Auto dabei war, war für alles andere als für unser Auto konstruiert worden und war schlichtweg ergreifend viel zu klein. Lieber Händler in Paramtta: Solltest du das hier lesen, mach dich schonmal darauf gefasst dass in spätestens 3 Monaten ein stink saurer Kunde zu dir kommen wird!

Aber Probleme sind da um gelöst zu werden, also hiess es ersteinmal irgendwie den Ersatzreifen einsatzbereit zu machen. Das war dann auch mit roher gewalt,einem missbrauchten Steckschlüssel und unter lebensgefährlichen Gefahren für die Finger zu schaffen. So, aber was bringt einem der beste Ersatzreifen wenn man das Auto nicht aufbocken kann? Die Lösung sollte ein Holzscheid unter dem Wagenheber zu sein, um diesen zu erhöhen. Zugegebener massen nicht die eleganteste Lösung, aber immerhin einen Versuch wert.

Ob das ganze funktioniert hätte oder nicht haben wir leider nie erfahren. Ein weiterer Gast auf dem Camp, mal wieder ein Aussie (alle deutschsprachigen hatten sich relativ schnell aus dem Staub gemacht) bot uns seine Hilfe an und so konnten wir mit seinem, richtig dimensionierten Wagenheber schliesslich auch noch den platten Reifen durch den Ersatzreifen ersetzen. Somit wäre mal das wichtigste geschafft. Billy war wieder startklar.

Nächster Tagesordnungspunkt: Tanken. Auch dieser normalerweise unspektakuläre Vorgang kann hier in Australien zum spektakel werden. Anstatt einer normalen handelsüblichen Zapfsäule gab es hier nur eine handbetriebene Pumpe montiert auf einem Benzinfass. Der Hinweis unseres "Aushilfstankwart": Jeder Pumper ist 1l Bleifrei. Uns war zwar von vornherein klar, dass das sicher nicht so ganz stimmt, aber was soll man mitten im Niemandsland sonst machen wenn man Sprit braucht. Also fing der nette Herr an zu pumpen (immerhin musste er sich anstrengen um an sein Geld zu kommen ;).... und er pumpte... und pumpte... nach über 60 Pumpern fragte er uns wie gross denn unser Tank sei. Da dieser aber nur 65l fasst und noch viertelt voll war konnte an der Rechnung schonmal etwas nicht stimmen. Ca. weitere 50 Pumper später war unser Tank dann auch voll. Es war nicht schwer den guten Mann zu überzeugen, dass keine 110l in einen viertelt vollen 65l Tank passen, und so hatten wir uns auf geschätzte 45l geeinigt, was sogar zu unseren Gunsten ausgefallen war. Aber wie gesagt. Auch Tanken kann hier zu einer Herausforderung werden!

Dumm war dass wir an diesem Tag für die restlichen 500km Schotterpiste durchs Niemandsland keinen Erstatzreifen mehr hatten. Also nutzten wir auch noch die Gelegenheit unseren platten Reifen vor Ort wieder reparieren zu lassen. Das ganze erfolgte durch ein "Selbstreparaturkit", welches im Autofachhandel wahrscheinlich nicht mehr als 20$ kostet. Uns kostete die Reparatur schlappe 45$ und rund 5Min Arbeitszeit. Auch wenn das mal wieder teures Lehrgeld war nie ohne Autoreifenreparaturkit auf Tour zu gehen konnten wir nun endlich wieder durchstarten.

Die 500km stellten keine Problem dar und verliefen ohne weitere Zwischenfälle. Natürlich hatten wir keinen Plattfuss mehr und so erreichten wir am späten Nachmittag Exmouth, wo wir bereits am Ortsschild von Emus auf der Strasse begrüsst wurden. Lustiger weise laufen die Halbvögel im ganzen Ort durch die Gegend. Doch etwas gerädert von den Strapazen der knappen 2500km Fahrt durch drei Wüsten Australiens in den letzten 3 Tagen hiess es an diesem Tag noch schnell einen Campingplatz finden und ersteinmal die Füsse hochlegen und ENTSPANNEN!
 
 
 
Exmouth - Tag 2

Exmouth - Tag 2

Frisch in Exmouth angekommen stand am 29.12. ersteinmal die Erkundung von Exmouth und Umland auf dem Programm. Unsere Tour führte uns zuerst zum Leuchtturm, welcher ganz im Norden der Halbinsel war. Von dort aus hatte man einen traumhaften Ausblick über den Exmouth Gulf im Osten und den Ningaloo Marine Park im Westen. Gleich daneben gab es noch einen Turtle-Nesting Strand, auf dem momentan (von Dezember bis März) die Wasserschildkröten ihre Eier in den Dünen ablegen. Wenn man Glück hat kann man selbiges in der Nacht beobachten. Danach ging es zurück nach Exmouth. Das Resultat Stadt-Entdeckungstour: Exmouth hat rund 3000 Einwohner, ein kleines Shoppingcenter mit IGA und IGA-Express Supermarkt direkt nebeneinander (der Unterschied ist uns nicht ganz klar, denn beide liegen direkt nebeneinander, kosten aber für die gleichen Produkte der gleichen Marke komplett unterschiedlich, und führen die selbe Produktpalette), einem Strand und einen Hafen sowie 3 Campingplätze und ein paar Resorts;)...grob zusammengefasst

Nach einem kurzen Besuch beim Friseur, der Andys Mähne bändigte und in einem Autoteilegeschäft, wo wir uns ein eigenes Reifenreparatur-Set zulegten ging es wieder zurück zum Campingplatz. Dort haben wir dann noch schnell wieder unseren normalen, geflickten Reifen montiert. Zugegebener massen hatte der schmale Ersatzreifen nicht wirklich gut in die Optik unseres Billy gepasst! Nun konnte sich auch unser/e Billy wieder als ganze Mann/Frau fühlen (Die Diskussion ob männlich oder weiblich ist übrigens immernoch nicht ganz ausgetragen).

Den Nachmittag verbrachten wir dann noch mit den Nachbarn im Schatten um nicht allzuviel des kühlen Bieres wieder auszuschwitzen ;)
 
 
 
Exmouth - Tag 3
Tauchgang am Navi Pier

Exmouth - Tag 3

So, mittlerweile schreiben wir den 30.12. immernoch 2009. Voller Tatendrang nach dem Faullenzen am Vortag ging es ab in die Stadt um ein wenig durchs Zentrum zu schlendern und die Einkäufe für unser Silvestermenue zu tätigen. So der Plan. Aber Pläne sind da um über den Haufen geschmissen zu werden und so führte unser erster Weg zufällig in ein Tauchcenter.

30Min später war Simone im Pool bei Ihrem Checkdive und 3h später bereiteten wir unser Equipment für 2 Tauchgänge am Navy Pier (einer der Top 10 Tauschspots der Welt- laut Brochuere) vor. Zugegebener massen ging das ganze eher spontan von statten, aber unsere ersten Tauchgänge hier im Lande waren eh schon lange überfällig und Simones Grundangst konnte man so auch einfach überrumpeln;)

Nach erfolgreichem Checkdive von Simone mit unserem späteren Diveguide ging es dann auch schon bald los. Wir wurden mit einem kleinen Shuttlebus am Caravanpark abgeholt und zu einer kleinen Lagerhalle etwas ausserhalb des Zentrums gebracht. Dort wurden ersteinmal alle Formalitäten (Besser man liest das nicht was man da unterschreibt, sonst würde man fast Angst bekommen was die mit einem vorhaben) erledigt und wir erhielten unser Equipment. Überraschender weise bekommt man selbiges hier nicht einzeln in die Hand gedrückt wie es sonst üblich ist. Hier gibt es nette Angestellte des Tauchcenters, welche einem schön brav alles zusammenschrauben und man selbst muss es nur noch kontrollieren. Daumen hoch für den faulen Taucher also ;)

Gut, in den Trailer musste man sein Equipment dann doch noch selber hiefen aber das war dann gerade noch schaffbar *g* und ab ging es zum Tauchplatz. Dieser lag ca. 20Min nördlich von Exmouth in Richtung obere Spitze der Halbinsel direkt auf einem Navygelände. Um dort hineinzugelangen gab es ersteinmal eine Passkontrolle durch das Militär, naja der Wachmann sah eher aus wie ein definitiv nicht überarbeiteter Pförtner, dessen Prämisse es war sich nur nicht zu schnell zu bewegen, aber da das auch unserem Verständnis der Hitzebewältigung entsprach war das nicht weiter tragisch. Schliesslich erreichten wir dann auch unseren Tauchspot. Ein Pier, welches ca. 200m ins offene Meer ragte und von der Navy zu Kriegszeiten und auch heute noch für Treibstofftanker verwendet wird. Am Ende des Piers befand sich eine grosse Plattform, auf der wir unser Equipment nochmals überprüfen und anlegen konnten. Direkt unter der Plattform war über eine Treppe eine kleine Tauchplattform zu erreichen, von der aus unsere zwei Tauchgänge starten sollten:
  • Tauchgang 1:
    Der Tauchgang startete gegen 16Uhr. Vorgegebene max. Tauchzeit war 50Min und 14m Tiefe. Zugegebener massen nicht sehr lange und tief, aber wir waren gespannt was das Riff zu bieten hatte und so ging es mit einem beherzten Sprung von der Plattform ab in das tiefblaue Meer hinunter in eine parallele Welt. Diese barg einiges an Überraschungen für uns. Immer entlang und durch das sich kreuzende Gestänge des Piers ging es hinab zum Meeresgrund. Dort wurden wir auch gleich vom ersten Highlight überrascht. Zwei fast ausgewachsene Riffhaie lagen im Sand und schienen sichtlich gelangweilt von uns dort den Nachmittag zu geniessen. Im Verlauf des Tauchgangs sollten wir noch 4 weitere Riffhaie (White-Tip und Black Tip Reef Sharks) finden. Neben den Haien gab es noch einige Schulen von Travelly und unzählige mal grosse mal eher kleinere Fische zu sehen. Etwas enttäuscht waren wir von den Korallen, da diese nicht mit denen in Ägypten zu vergleichen waren. Aber davor wurden wir ja schon im Vorfeld gewarnt, unsere Erwartungen in diese nicht zu hoch zu setzen. Aber dennoch muss ich sagen machte die überaus grosse Vielfalt in der Tierwelt dieses Manko ohne weiteres wieder wett. Ohne zwischenfälle beendeten wir diesen Tauchgang dann auch pünktlich nach fast genau 50Min und es hiess Equipment ablegen, neue Sauerstoffflasche einlegen und sich kurz für den zweiten Tauchgang erholen. Leider war zwischen den Tauchgängen nur sehr wenig Zeit zum Erholen, da bereits die Dämmerung hereinbrach.
  • Tauchgang 2:
    Nach 15min. Power-Relaxing ging es also auf zum zweiten Tauchgang. Da die Dämmerung nun schon fortgeschritten war entwickelte sich dieser zu einem "Halbnacht-Tauchgang". Glücklicher Weise hatte das Tauchcenter vorgesorgt und es gab immerhin Taschenlampen ohne Aufpreis ;) Simone wollte zwar nie einen Nachttauchgang machen, hatte aber an dieser Stelle keine andere Wahl und eh keine Zeit sich besonders sorgen darüber zu machen. Und da sich den Ängsten zu stellen bekanntlich die beste Therapie ist ging es erneut mit einem nun noch beherzteren Ausfallschritt ab in die nun schwarze Tiefe des Meeres. Es ist echt faszinierend, wie sich die Farben und die Umwelt des Riffs bei fast Dunkelheit im Schein der Taschenlampe verändern. Farben die man zuvor gar nicht wahrgenommen hatte erstrahlten nun kräftig und brilliant. Auch die Tierwelt war wie ausgewechselt. Viele Nachtjäger standen auf dem Programm. Neben den Riffheien des ersten Tauchgangs fanden wir nun auch noch einen Carpet-Hai (Wobbedong) und als absolutes Highlight einen ausgewachsenen rot/weiss gesprenkelten Oktopus, der am Meeresgrund auf der Jagd war. Letzteren haben wir fast eine viertel Stunde über ihm schwebend beobachtet, wie er seinen Körper erst zu einem Netz über dem Boden aufspannte und dann mit seinen Tentakeln und Saugnäpfen versuchte vorbeischwimmende Fische zu fangen und ins "Netz" zu befördern. Selbst unser Guide (unsere Gruppe bestand nur aus dem Guide Marc und uns zwei, was die Sache sehr angenehm gestaltete) war schier aus dem Häuschen, da er das wohl selbst noch nie zuvor gesehen hatte. Also war auch dieser Tauchgang ein absoluter Erfolg und wir konnten nach rund 50min wieder völlig zufrieden und glücklich an die Oberfläche zurückkehren. Und auch Simones Angst war somit therapiert, da ihr selbst die Dunkelheit nicht allzuviel ausgemacht hatte ;)
Alles in Allem ging somit ein sehr aufregender und Impressionenreicher Tag seinem Ende entgegen und wir freuten uns durchaus etwas erschöpft von der Taucherei auf unsere Matratze! Achja, normalerweise muss man nach dem Tauchgang sein Equipment selbst wieder im Center mit Süsswasser reinigen usw. Hier wurde dies ebenfalls von einem Mitarbeiter des Tauchcenters übernommen. An diesen Service könnten wir uns gewöhnen... Naja, lieber wäre es uns dennoch gewesen unser Equipment selbst zusammenzubauen usw. und dafür weniger zu zahlen und somit öfter tauchen zu können. Der Preis für die Tauchgänge war mit knappen 500$ durchaus gesalzen, aber im Nachhinein jeden Cent wert!
 
 
 

Exmouth - Tag 4

Immernoch beflügelt von den schönen Eindrücken der Tauchgänge ging es am Morgen des letzten Tages des Jahres 2009 ersteinmal zurück ins Shoppingcenter um diesmal wirklich unsere Einkäufe zu erledigen. Auf der Suche nach einem adäquaten Silvestermenue fiel unsere Wahl auf eine selbstgemachte Pizza. Das mag zwar für daheim etwas banausenhaft klingen, aber nach über 2 Monaten ohne Backofen und somit auch ohne Pizza klang das für uns wie ein Galadinner.

Im übrigen waren wir sicherlich die ersten die auf einem Campingplatz kurz neben "The middle of Nowhere" auf die Idee kommen Pizza selber zu backen;) Auf der Menuekarte sollten Pizza Thuna und Pizza ala Andy mit Ruccola stehen. Und man soll sich ja nicht selbst loben, aber wie sagen die Aussies so schön, die Pizzen waren "very Jammy"! Den Abend selbst verbrachten wir gut gestärkt dann eher ruhig am Camp, wo unsere Nachbarn Dave und Kylie noch auf ein paar Drinks vorbeischauten. Exmouth selbst hatte leider nicht viel zum feiern geboten und so beliessen wir es auch dabei und verbrachten somit einen recht gemütlichen Abend unter freiem Sternenhimmel bei lauschigen Temperaturen in froher Vorfreude auf das neue Jahr 2010. Was wird dieses wohl bringen?!
 
 


 

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