Cape York Expedition (Published: 03.12.2009 - 02:37 German time)
So nun ist es geschafft, wir sind wieder heil und ohne grössere Ausfälle von unserer Cape York Expedition zum "The Tip" oder "Most Nothern Point fo Australia" zurückgekehrt! Unser Tripp umfasste rund 1200km Schotterpiste und 9 Tage in teilweise absoluter Isolation. Wens interessiert, ausführliche Berichte gibts in diesem Blog ;)

CY Tag 1: Laura
Nachdem wir heute Morgen unser Hab und Gut wieder komplett verstaut und vorallem staubdicht verpackt hatten (den Tipp haben wir von einem Einheimischen bekommen, dass alles veeeery dusty sein wird), haben wir nochmal das Auto auf dem freien Waschplatz am Camping geputzt (RICHTIG: es ist sinnfrei sein Auto zu putzen wenn man 1500km Schotterpiste vor sich hat!) und alle Internetaktivitäten aktualisiert. So, nun konnt es Richtung Cape York los gehen.
Unsere Route sollte uns zuerst auf schnellsten Wege direkt durch die Mitte der Peninsula zum "Tip" bringen, um dann auf dem Rückweg in mehreren Etappen alles Sehenswerte zu besuchen. Für diesen Plan hatten wir ca. 2 Wochen vorgesehen, um nicht in die "Wet Season", der Regenzeit im Norden Australiens zu geraten. Diese wurde uns eher als mehr als ungemütlich beschrieben und die meisten der Strassen auf dem Cape sind dann nicht mehr befahrbar. Regulär startet die Rainy Season irgendwann im Dezember und hält dann mind. drei Monate an. Für uns hatte das zur Folge, dass langsam Eile angesagt war, da es jeden Tag losgehen konnte!
Doch noch war von der Regenzeit nichts zu sehen und so starteten wir richtig durch. Nach Cairns waren es nur noch einige Kilometer bis nach Cooktown, dem späteren Endziel des Cape York Trips. Nach Cooktown war es dann auch vorbei mit dem Asphalt. Die Strassen, die vor uns lagen wiesen grundsätzlich mal 3 Aspekte auf: 1) Highwayartige, schnurgerade Strassen so weit das Auge reicht, 2)der Fahrbahnbelag besteht aus rotem Staub/Sand/Steingemisch, 3)gelegentlich sind diese Strassen wie aus dem Nichts von einem Meter auf den Anderen mit widerlichen Bodenwellen oder Schlaglöchern übersäht. Alles in allem sind diese Art der Pisten ohne grössere Probleme mit Tempo 70 bis 90 zu befahren und somit ein schnelles Vorankommen möglich. Etwas irritiert waren wir dennoch, denn jeder hat uns von den schlechten Strassen mit Floodways etc. gewarnt und dann solche Highways?!?
Unser Tagesziel hatten wir auf "Laura" gelegt, ein kleines Dorf ca. 150km nördlich von Cooktown. Dort hatte uns der Campingführer angegeben, dass es zwei Campingmöglichkeiten geben sollte. Zum Einen den Platz am Roadhouse (Tankstelle meist in Personalunion zum General Store und Cafe) oder den beim Hotel. Wir hatten den beim Hotel gewählt, da hier wenigstens 10 Leute auf der Terrasse saßen und Bier getrunken haben. Ein Hotel in diesen Breitengraden kann man sich nicht als 4 Sterne Bunker vorstellen, sondern eher als eine kleine versiffte Theke in the Middle of Nowhere. Wir waren allerdings die einzigen "Gäste" am Campground und konnten unser Feierabendbierchen mit Kängurus in der Dämmerung genießen. Tierchen-Bilanz des Abends: keine auffallend nervigen Insekten oder sonstiges. Einer ruhigen Nacht unterm atemberaubenden Sternenhimmel Australiens steht also nichts entgegen.
Unsere Route sollte uns zuerst auf schnellsten Wege direkt durch die Mitte der Peninsula zum "Tip" bringen, um dann auf dem Rückweg in mehreren Etappen alles Sehenswerte zu besuchen. Für diesen Plan hatten wir ca. 2 Wochen vorgesehen, um nicht in die "Wet Season", der Regenzeit im Norden Australiens zu geraten. Diese wurde uns eher als mehr als ungemütlich beschrieben und die meisten der Strassen auf dem Cape sind dann nicht mehr befahrbar. Regulär startet die Rainy Season irgendwann im Dezember und hält dann mind. drei Monate an. Für uns hatte das zur Folge, dass langsam Eile angesagt war, da es jeden Tag losgehen konnte!
Doch noch war von der Regenzeit nichts zu sehen und so starteten wir richtig durch. Nach Cairns waren es nur noch einige Kilometer bis nach Cooktown, dem späteren Endziel des Cape York Trips. Nach Cooktown war es dann auch vorbei mit dem Asphalt. Die Strassen, die vor uns lagen wiesen grundsätzlich mal 3 Aspekte auf: 1) Highwayartige, schnurgerade Strassen so weit das Auge reicht, 2)der Fahrbahnbelag besteht aus rotem Staub/Sand/Steingemisch, 3)gelegentlich sind diese Strassen wie aus dem Nichts von einem Meter auf den Anderen mit widerlichen Bodenwellen oder Schlaglöchern übersäht. Alles in allem sind diese Art der Pisten ohne grössere Probleme mit Tempo 70 bis 90 zu befahren und somit ein schnelles Vorankommen möglich. Etwas irritiert waren wir dennoch, denn jeder hat uns von den schlechten Strassen mit Floodways etc. gewarnt und dann solche Highways?!?
Unser Tagesziel hatten wir auf "Laura" gelegt, ein kleines Dorf ca. 150km nördlich von Cooktown. Dort hatte uns der Campingführer angegeben, dass es zwei Campingmöglichkeiten geben sollte. Zum Einen den Platz am Roadhouse (Tankstelle meist in Personalunion zum General Store und Cafe) oder den beim Hotel. Wir hatten den beim Hotel gewählt, da hier wenigstens 10 Leute auf der Terrasse saßen und Bier getrunken haben. Ein Hotel in diesen Breitengraden kann man sich nicht als 4 Sterne Bunker vorstellen, sondern eher als eine kleine versiffte Theke in the Middle of Nowhere. Wir waren allerdings die einzigen "Gäste" am Campground und konnten unser Feierabendbierchen mit Kängurus in der Dämmerung genießen. Tierchen-Bilanz des Abends: keine auffallend nervigen Insekten oder sonstiges. Einer ruhigen Nacht unterm atemberaubenden Sternenhimmel Australiens steht also nichts entgegen.

CY Tag 2: Bramwell Junction
Relativ früh von der Sonne und Hitze geweckt, sind wir am mittlerweile 25.11.09 schon um sieben Uhr nach einer erfrischenden Dusche und einem schnellen Frühstück aufgebrochen, um weiter bis an die nördlichste Spitze Australiens zu kommen. Nachdem wir unser festgesetztes Tagesziel Coen nach 240 km auf Grund der "guten Strassenbedingungen" bereits Mittag erreicht hatten, haben wir kurzerhand entschieden bis in die nächste Zivilisation Archer River Roadhouse 70 km weiterzufahren. Auch hier waren wir breits nach einer Stunde und wir hatten eine kurze Mittagspause eingelegt. Gestärkt von dem Burger des Hauses (sehr interessante Variation u.a. mit roter Beete, Ei, Speck, Hackfleisch..) setzten wir die Fahrt fort und landeten 175 km später nun endlich in der nächsten Zivilisation der Bramwell Junction. Es wäre wohl übertrieben, diese kleine Tankstelle Zivilisation zu nennen, aber laut Karte war es ein Supermarkt, Hotel (Hotel hat heir eine Matratze in einem Zelt bedeutet), Campingplatz, Tankstelle und Restaurant. Naja in Wirklichkeit war es ein Häuschen mit einer Zapfsäule, ein paar überlebenswichtigen Lebensmitteln und die Dame hat gefragt ob wir was Essen wollen oder selbst kochen, weil dann wird sie nicht warten. Ich traue mich behaupten wir waren die einzigen Menschen die sie heute gesehen hat, weil wir wieder mal ganz alleine am Campground waren inmitten von kleinen Kälbern, Hühnern und Kängurus. Sehr einzigartig und schön... Eher weniger schön und sauber war allerdings unser Equipment auf der Ladefläche. Obwohl wir vorher alles eingepackt und zusätzlich in Packsäcke verstaut hatten, war alles voller rotem feinen Staub, der sich wirklich überall hin verirrt... Der Aussie wusste also wovon er sprach als er "veeeery dusty" gesagt hat. Zum Glück war alles schnell sauber gemacht und wir konnten angeschlagen von der langen und heißen Fahrt um acht Uhr ins Bett, um am nächsten Morgen früh weiterzukommen.

CY Tag 3: "The Tip"
Nach einer sehr warmen und windigen Nacht sind wir am Morgen des 26.11. von äußerst lästigen Mücken und Fliegen geweckt worden. Was aber gut war, da wir so um 7 Uhr bereits wieder aufbrechen konnten nach einer Dusche und einem kleinem Frühstück. Die Dusche erwähnen wir erneut für Manu, da der sich anfangs Sorgen um unsere körperliche Hygiene gemacht hat. :-) Frisch vollgetankt (der Liter Kostet mittlerweile ca. 40% mehr als noch in Cairns) - man kann ja nie wissen wann hier die nächste Tankstelle kommt - sind wir nun von dem ausgebauten "Highway" auf die alte Telegraph Road eingebogen, wo wir die nächsten 100 km fahren wollten. Der Telegraph Road ist eine kleiner 4WD Track, der ursprünglich die einzige Verbindungsstrasse auf der Peninsula Cape York war. Heutzutage wir er nur noch von 4WD Enthusiasten gefahren, da er durchaus die ein oder andere Herausforderung birgt.
In unserem Fall lag die Betonung liegt auf fahren WOLLTEN! Nach 4 km abgefahrenen Feldweges ist plötzlich ein seeehr tiefes Loch in der Strasse aufgetaucht, das man nicht umfahren konnte. Nach langem hin und her und Lage checken ob wir da durch kommen, hat die weibliche Ängstlichkeit und der Drang nach Sicherheit gewonnen und wir sind wieder zurück auf die Hauptstrasse. Nach dem versauten Abenteuer auf abgelegenen Wegen kams allerdings noch besser: Jetzt kommt die Story des Tages! Kurz zur Vorgeschichte: Wir haben uns letzte Woche im Angebot 2 Cartons (= 48 Flaschen Bier) und 6 Flaschen guten Australischen Wein gekauft, da wir ja gewusst haben wir werden längere Zeit in dieser abgelegenen Gegend unterwegs sein. So und jetzt zur Hauptgeschichte: Wir hätten wirklich nie gedacht, dass es uns mal passieren würde, dass wir Alkohol VERGRABEN müssten! Wir haben die Hälfte unserer Bestände am Strassenrand beim umgefallenen Strassenpfosten, erste Palme eingegraben und versteckt, da wir in ein Territorium der Aborigines gelangt sind und dort aufgrund einer hohen Alkoholismus-Rate nur bestimmte Mengen an Alkohol pro Auto (nicht mal pro Person) eingeführt werden dürfen. Bei Verstößen sind Haftstrafen bis zu 18 Monaten und Geldstrafen bis zu 75.000 AUD möglich. Das war uns dann doch zu heiß und deswegen das Bunkern des kostbaren Alkohols :-)
Zu diesem Zeitupunkt hatten Wir haben es schon fast bis an die Spitze " THE TIP" Australiens geschafft. Es waren nur noch wenige Kilometer staubiger Strassen bevor wir den Lohn unserer Strapazen geniessen durften: Ein einsamer Strand, türkises Wasser und einfach eine traumhafte UND der most nothern poing of Aussieland ;) Einziger Wehmutstropfen: Baden im Meer oder in Flüssen ist wegen den giftigen Quallen und Krokodilen verboten und sollte auch tunichst unterlassen werden. Naja, haben wir es uns halt ohne Baden schön gemacht und unser Lager direkt am Strand und unter ein paar Kokuspalmen aufgeschlagen. Entfernung zum "The Tip" 10 Gehminuten!
In unserem Fall lag die Betonung liegt auf fahren WOLLTEN! Nach 4 km abgefahrenen Feldweges ist plötzlich ein seeehr tiefes Loch in der Strasse aufgetaucht, das man nicht umfahren konnte. Nach langem hin und her und Lage checken ob wir da durch kommen, hat die weibliche Ängstlichkeit und der Drang nach Sicherheit gewonnen und wir sind wieder zurück auf die Hauptstrasse. Nach dem versauten Abenteuer auf abgelegenen Wegen kams allerdings noch besser: Jetzt kommt die Story des Tages! Kurz zur Vorgeschichte: Wir haben uns letzte Woche im Angebot 2 Cartons (= 48 Flaschen Bier) und 6 Flaschen guten Australischen Wein gekauft, da wir ja gewusst haben wir werden längere Zeit in dieser abgelegenen Gegend unterwegs sein. So und jetzt zur Hauptgeschichte: Wir hätten wirklich nie gedacht, dass es uns mal passieren würde, dass wir Alkohol VERGRABEN müssten! Wir haben die Hälfte unserer Bestände am Strassenrand beim umgefallenen Strassenpfosten, erste Palme eingegraben und versteckt, da wir in ein Territorium der Aborigines gelangt sind und dort aufgrund einer hohen Alkoholismus-Rate nur bestimmte Mengen an Alkohol pro Auto (nicht mal pro Person) eingeführt werden dürfen. Bei Verstößen sind Haftstrafen bis zu 18 Monaten und Geldstrafen bis zu 75.000 AUD möglich. Das war uns dann doch zu heiß und deswegen das Bunkern des kostbaren Alkohols :-)
Zu diesem Zeitupunkt hatten Wir haben es schon fast bis an die Spitze " THE TIP" Australiens geschafft. Es waren nur noch wenige Kilometer staubiger Strassen bevor wir den Lohn unserer Strapazen geniessen durften: Ein einsamer Strand, türkises Wasser und einfach eine traumhafte UND der most nothern poing of Aussieland ;) Einziger Wehmutstropfen: Baden im Meer oder in Flüssen ist wegen den giftigen Quallen und Krokodilen verboten und sollte auch tunichst unterlassen werden. Naja, haben wir es uns halt ohne Baden schön gemacht und unser Lager direkt am Strand und unter ein paar Kokuspalmen aufgeschlagen. Entfernung zum "The Tip" 10 Gehminuten!

CY Tag 4: Loyalty Beach
Der Morgen des 27.11. startete wie gewohnt früh und voller Tatendrang unsererseits. Natürlich wollten wir heute das Ziel unserer doch recht langen Tour in den Norden erreichen. Erster Tagesordnungspunkt war daher (gleich nach dem Frühstück;) die 10 Minuten Fußmarsch über einen kleinen Hügel an den "Most Nothern Point of Australia" auch "The Tip" oder ganz einfach "Der Nördlichste Punkt Australiens". Unzählige Steinhaufen, die von anderen Reisenden im Laufe der Zeit errichtet wurden wiesen uns den Weg über einen kleinen Hügel an das Ziel unserer Expedition. Durchaus eine faszinierende Kulisse, die einem dort geboten wird. Klar muss man zugeben, dass es nicht "The Tip" wäre, würde man sagen, naja...schaut shon toll aus, ist aber nichts besonderes. Aber da es schliesslich mal "The Tip" ist, ist es halt auch was ganz besonderes ;) Da stört einen auch nicht weiter, dass es eigentlich noch einige Inseln gibt, die ebenfalls zu Australien gehören und noch viel nördlicher liegen. Aber das nur am Rande bemerkt, man will ja schliesslich nicht kleinlich sein!
Zurück im Camp, wie konnte es anders sein, hatte es mal wieder zu Regnen begonnen. Der Schauer entwickelte sich schnell zu einem kleinen Tropensturm was die Weiterfahrt durchaus interessant gestaltete. Zwar war das Tagesziel "Layolty Beach" nur die nächste Ortschaft ca. 10 km entfernt, aber bei solchen Wetterbedingungen können die ganzschön lang werden. Durch den Regen weichen die Erd/Sandstrassen binnen kürzester Zeit auf und bilden Schlammige Rutschpisten oder alternativ Pfützen mit ungewisser Tiefe. Bedenkt man nun dass der Regen gerade mal ca. 1h angehalten hat, kann man sich vorstellen, warum jeder vor der Wet Season auf dem Cape warnt, wenn es mehrere Wochen am Stück durchregnet! Gott sei dank hatte es dann wieder zum Regnen aufgehört und wir waren unglaublich beruhigt, als uns Einheimsiche bestätigt haben, dass es ein "ganz normaler" Regenschauer war und es sich nicht um den Beginn der "Wet Season" gehandelt hat.
Die regenfreie Zeit hatten wir dann auch gleich für einen erneuten Fischerversuch von der lokalen Werft aus genutzt. Da diese bereits von 20 Aborigines besetzt war, konnte der Platz ja nicht so schlecht sein ;) Simone hatte dann auch fleissig mit ihrer Handangel und einer 6-Haken Köderfischkonstruktion für stets frische Köder gesorgt (Tip an Basti: Solltest du daheim auch mal probieren, ist echt praktisch die Dinger nicht selbst fangen zu müssen ;) Unser junges Angelglück wurde dann aber auch recht schnell wieder beendet, als sich die Himmelstore erneut geöffnet hatten und wieder unbeschreibliche Wassermassen in Verbindung mit einer steifen Briese vom Meer her über uns ergoss. Also haben wir auch diesen Angelversuch nach kurzer Zeit abgebrochen.
Anschliessend hies es ein neues Nachtlager suchen und da wir völlig durchnässt waren, entschieden wir uns an diesem tag für einen Caravanpark mit heissen Duschen, und anderen Campern um uns herum. So zuminest der Plan. Die Realität jedoch war, dass der lokale Campsite bereits geschlossen hatte (Wegen anstehender Wet Season, wir aber höchstwahrscheinlich aus Mitleid trotzdem die Nacht dort verbringen durften. Der Vorteil daran war, 1) ja es gab eine heisse Dusche und 2) wir konnten unser Auto unter einem Vordach parken und hatten somit auch einen regengeschützten Platz zum sitzen ;) Nur das mit den anderen Campern um uns rum hat nicht ganz funktioniert. Aber das waren wir ja schon gewohnt, also haben wir unser trockenes dasein genossen und einen entspannten Abend mit unzähligen Mücken verbracht.
Zurück im Camp, wie konnte es anders sein, hatte es mal wieder zu Regnen begonnen. Der Schauer entwickelte sich schnell zu einem kleinen Tropensturm was die Weiterfahrt durchaus interessant gestaltete. Zwar war das Tagesziel "Layolty Beach" nur die nächste Ortschaft ca. 10 km entfernt, aber bei solchen Wetterbedingungen können die ganzschön lang werden. Durch den Regen weichen die Erd/Sandstrassen binnen kürzester Zeit auf und bilden Schlammige Rutschpisten oder alternativ Pfützen mit ungewisser Tiefe. Bedenkt man nun dass der Regen gerade mal ca. 1h angehalten hat, kann man sich vorstellen, warum jeder vor der Wet Season auf dem Cape warnt, wenn es mehrere Wochen am Stück durchregnet! Gott sei dank hatte es dann wieder zum Regnen aufgehört und wir waren unglaublich beruhigt, als uns Einheimsiche bestätigt haben, dass es ein "ganz normaler" Regenschauer war und es sich nicht um den Beginn der "Wet Season" gehandelt hat.
Die regenfreie Zeit hatten wir dann auch gleich für einen erneuten Fischerversuch von der lokalen Werft aus genutzt. Da diese bereits von 20 Aborigines besetzt war, konnte der Platz ja nicht so schlecht sein ;) Simone hatte dann auch fleissig mit ihrer Handangel und einer 6-Haken Köderfischkonstruktion für stets frische Köder gesorgt (Tip an Basti: Solltest du daheim auch mal probieren, ist echt praktisch die Dinger nicht selbst fangen zu müssen ;) Unser junges Angelglück wurde dann aber auch recht schnell wieder beendet, als sich die Himmelstore erneut geöffnet hatten und wieder unbeschreibliche Wassermassen in Verbindung mit einer steifen Briese vom Meer her über uns ergoss. Also haben wir auch diesen Angelversuch nach kurzer Zeit abgebrochen.
Anschliessend hies es ein neues Nachtlager suchen und da wir völlig durchnässt waren, entschieden wir uns an diesem tag für einen Caravanpark mit heissen Duschen, und anderen Campern um uns herum. So zuminest der Plan. Die Realität jedoch war, dass der lokale Campsite bereits geschlossen hatte (Wegen anstehender Wet Season, wir aber höchstwahrscheinlich aus Mitleid trotzdem die Nacht dort verbringen durften. Der Vorteil daran war, 1) ja es gab eine heisse Dusche und 2) wir konnten unser Auto unter einem Vordach parken und hatten somit auch einen regengeschützten Platz zum sitzen ;) Nur das mit den anderen Campern um uns rum hat nicht ganz funktioniert. Aber das waren wir ja schon gewohnt, also haben wir unser trockenes dasein genossen und einen entspannten Abend mit unzähligen Mücken verbracht.

CY Tag 5: Mutee Heads
Ein faszinierender Aspekt Australiens ist, dass das Wetter am einen Tag Sturm und Regen und am nächsten Tag wieder strahlenden Sonnenschein bringt. So auch an diesem Morgen, all der Regen war vergessen und die Sonne strahlte wieder mit voller Kraft auf uns herab! Frisch motiviert starteten wir also in den Tag (mittlerweile der 28.11.2009 und unser 39. Reisetag). Tagesziel sollte Mutee Head, ein kleiner abgelegener Strand am Jardine River Mouth, also an der Flussmünung ins Meer, sein. Der Track dorthin sollte laut Karte gerade mal ca. 27 km lang durchs Hinterland sein. Was uns die Karte nicht mitteilte war, dass es sich mal wieder um eine einzige mega Sandpiste durch mehr oder weniger dichten Regenwald handelte. Da kamen wieder richtige Fraser Island-Gefühle auf;) Zugegebenermaßen hätten wir nicht mehr damit gerechnet überhaupt ein Ziel zu erreichen, da wir nach unzähligen Wegkreuzungen, die nicht in der Karte verzeichnet waren und einigen km überfällig immernoch kein Ziel in Sicht war. Schon fast am Aufgeben und Umkehren trafen wir dann aber 2 Aboriginal Trucks, die ebenfalls den Strand ansteuerten. Und da die sich wohl am besten auskennen, glaubten wir Ihnen einmal beherzt und folgten ihnen bis zum Ziel, welches lustigerweise wirklich nur noch einen Steinwurf entfernt war.
Auch dieser Spot war die Strapazen der Anfahrt in jedem Fall wert! Mutee Head ist ein komplett einsamer traumhaft weisser Sandstrand, welcher nur über den Track erreichbar ist. Dementsprechend waren wir (abgesehen von unseren Wegweisern) die einzigen die sich dorthin "verirrt" hatten. Schnell war klar, dass wir dort auch unser Nachtlager aufschlagen würden. Einziger Wehmutstropfen: Extrem sauberes und klares, ca 30 Grad warmes Wasser welches wie am ganzen Cape leider von "Snapping Handbags" besiedelt ist. Folglich war auch dort mal wieder Baden tabu und wir mussten uns mit dem Ausblick zufrieden geben.
Natürlich wurde am Nachmittag in der Hoffnung auf einen leckeren Fisch für den Grill die Angel ausgeworfen. Zwar sollten wir an diesem Abend noch einen Catfisch überlisten aber 1) war der nicht besonders gross und 2) zu spät dran als auf unserem Grill zu landen. Zu unserem Glück hatte ein vorbeifahrendes Fischerbot Mitleid mit uns und schenkte uns (ungefragter weise) 2 schöne Fische für unser Abendessen. Da damit die Nahrungsbeschaffungsmassnahme beendet war konnten wir uns beruhigt auf unser BBQ freuen.
Da es an diesem Tag windstill war und es ja erst kurz zuvor ausgebig geregnet hatte, beschlossen wir unseren Fang (oder besser milde Gabe) an diesem Tag über offenem Feuer zu brutzeln. Also haben schnell ein Erdloch ausgehoben und aus ein paar Wellblechen einen "Improvisationsgrill" gebastelt, welcher sich hervorragend als Fischbräter geeignet hatte. Der Fisch war im Übrigen hervorragend und abgesehen von ein paar kokeligen Stellen an den Grillkartoffeln war unser Abendessen somit ein richtiger Schmaus.
Leider ist auch im Paradies nicht alles vollkommen und so starteten auch an diesem Abend wieder unzählige Mücken bösartige und heimtückische Angriffe auf uns. Die Mücken entpuppten sich mehr und mehr als richtie Plage, die die Nächte zu einer richtigen Qual werden liesen.
Auch dieser Spot war die Strapazen der Anfahrt in jedem Fall wert! Mutee Head ist ein komplett einsamer traumhaft weisser Sandstrand, welcher nur über den Track erreichbar ist. Dementsprechend waren wir (abgesehen von unseren Wegweisern) die einzigen die sich dorthin "verirrt" hatten. Schnell war klar, dass wir dort auch unser Nachtlager aufschlagen würden. Einziger Wehmutstropfen: Extrem sauberes und klares, ca 30 Grad warmes Wasser welches wie am ganzen Cape leider von "Snapping Handbags" besiedelt ist. Folglich war auch dort mal wieder Baden tabu und wir mussten uns mit dem Ausblick zufrieden geben.
Natürlich wurde am Nachmittag in der Hoffnung auf einen leckeren Fisch für den Grill die Angel ausgeworfen. Zwar sollten wir an diesem Abend noch einen Catfisch überlisten aber 1) war der nicht besonders gross und 2) zu spät dran als auf unserem Grill zu landen. Zu unserem Glück hatte ein vorbeifahrendes Fischerbot Mitleid mit uns und schenkte uns (ungefragter weise) 2 schöne Fische für unser Abendessen. Da damit die Nahrungsbeschaffungsmassnahme beendet war konnten wir uns beruhigt auf unser BBQ freuen.
Da es an diesem Tag windstill war und es ja erst kurz zuvor ausgebig geregnet hatte, beschlossen wir unseren Fang (oder besser milde Gabe) an diesem Tag über offenem Feuer zu brutzeln. Also haben schnell ein Erdloch ausgehoben und aus ein paar Wellblechen einen "Improvisationsgrill" gebastelt, welcher sich hervorragend als Fischbräter geeignet hatte. Der Fisch war im Übrigen hervorragend und abgesehen von ein paar kokeligen Stellen an den Grillkartoffeln war unser Abendessen somit ein richtiger Schmaus.
Leider ist auch im Paradies nicht alles vollkommen und so starteten auch an diesem Abend wieder unzählige Mücken bösartige und heimtückische Angriffe auf uns. Die Mücken entpuppten sich mehr und mehr als richtie Plage, die die Nächte zu einer richtigen Qual werden liesen.

CY Tag 6: Viryl Point
Autsch..Juck..Brenn.. Eher unschön so am morgen geweckt zu werden. Um unzählige Mückenstiche reicher beschlossen wir daher keine weitere Nacht mehr an diesem traumhaft schönen Ort zu verbringen und wir brachen auf nach Vriyla Point, einem weiteren Spot an der der Westküste von Cape York nur ca. 50 km unterhalb von Muteehead.
Doch zuerst einmal mussten wir uns wieder unseren Weg durch das Gewirr von Abzweigungen suchen (es stellte sich heraus, egal welche Abzweigung man nimmt, man kommt immerwieder auf den gleichen Weg. Die Frage war immer nur, welcher Weg war gerade besser zu befahren bzw. u.U, gar nicht befahrbar). Zurück auf der Hauptpiste stand noch schnell ein Crossing des Jardine River an (mit der Fähre) und schon ging es wieder ab auf eine kleine Piste in Richtung des Tageszieles. Diesesmal stimmten zwar die km Angaben auf der Karte, aber bereits nach wenigen km waren wir Tiefe Auswaschungen in der Strasse gestossen, welche unser Vorankommen sehr erschwerten. Die Krönung war dann eine alte "Log Bridge" welche aus ein paar Baumstämmen bestand und deren zufahrt extrem steil und mit tiefen Löchern übersäht war (von der Überfahrt gibt es ein paar ganz nette Fotos). Aber da unser Billy ja ein treuer Begleiter ist sind Herausforderungen da um gemeistert zu werden und so wurden auch diese Hindernisse von uns überwunden. Der restliche Track war dann eher unspektakulär. Dass man ständig neben kleinen Waldbränden herfährt haben wir uns ja mittlerweile schon gewöhnt und auch kleinere oder grössere Bäume auf der Fahrbahn sind keine Besonderheit mehr.
Auch Viryl Point entpuppte sich als ein kleines Paradies. Ein verlassener Strand mit ein paar vorgelagerten Felsen mit schattigen Plätzen direkt unter Pinien und Palmen gelegen. Einen solchen Platz haben wir uns dann auch geschnappt (nicht dass wir uns beeilen hätten müssen weil uns einer zuvor kommen könnte, wir waren mal wieder die einzigen Reisenden dort). Es folgte ein erholsames Nickerchen am Nachtmittag bei einer lauen Meeresbriese um die Schlaflosigkeit verursacht durch Mücken der Vornacht auszugleichen. Dummerweise standen auch an diesem Spot die Mücken pünktlich zur Dämmerung bereit um uns den Abend zu versauen! Langsam werden die Viecher echt nervig. Abgesehen von den Mücken und der Schlaflosigkit konnten auch in dieser Nacht keine weiteren Zwischenfälle verzeichnet werden.
Doch zuerst einmal mussten wir uns wieder unseren Weg durch das Gewirr von Abzweigungen suchen (es stellte sich heraus, egal welche Abzweigung man nimmt, man kommt immerwieder auf den gleichen Weg. Die Frage war immer nur, welcher Weg war gerade besser zu befahren bzw. u.U, gar nicht befahrbar). Zurück auf der Hauptpiste stand noch schnell ein Crossing des Jardine River an (mit der Fähre) und schon ging es wieder ab auf eine kleine Piste in Richtung des Tageszieles. Diesesmal stimmten zwar die km Angaben auf der Karte, aber bereits nach wenigen km waren wir Tiefe Auswaschungen in der Strasse gestossen, welche unser Vorankommen sehr erschwerten. Die Krönung war dann eine alte "Log Bridge" welche aus ein paar Baumstämmen bestand und deren zufahrt extrem steil und mit tiefen Löchern übersäht war (von der Überfahrt gibt es ein paar ganz nette Fotos). Aber da unser Billy ja ein treuer Begleiter ist sind Herausforderungen da um gemeistert zu werden und so wurden auch diese Hindernisse von uns überwunden. Der restliche Track war dann eher unspektakulär. Dass man ständig neben kleinen Waldbränden herfährt haben wir uns ja mittlerweile schon gewöhnt und auch kleinere oder grössere Bäume auf der Fahrbahn sind keine Besonderheit mehr.
Auch Viryl Point entpuppte sich als ein kleines Paradies. Ein verlassener Strand mit ein paar vorgelagerten Felsen mit schattigen Plätzen direkt unter Pinien und Palmen gelegen. Einen solchen Platz haben wir uns dann auch geschnappt (nicht dass wir uns beeilen hätten müssen weil uns einer zuvor kommen könnte, wir waren mal wieder die einzigen Reisenden dort). Es folgte ein erholsames Nickerchen am Nachtmittag bei einer lauen Meeresbriese um die Schlaflosigkeit verursacht durch Mücken der Vornacht auszugleichen. Dummerweise standen auch an diesem Spot die Mücken pünktlich zur Dämmerung bereit um uns den Abend zu versauen! Langsam werden die Viecher echt nervig. Abgesehen von den Mücken und der Schlaflosigkit konnten auch in dieser Nacht keine weiteren Zwischenfälle verzeichnet werden.

CY Tag 7: Weipa
Auch wenn der Sonnenaufgang des 30.11. sicher einiges wieder gut gemacht hat, so waren wir durchaus geschafft von den Mücken und so beschlossen wir für diesen Tag einen grossen Sprung auf der Karte zu unternehmen und steuerten deshalb direkt Weipa, mit 3500 Einwohnern die grösste Stadt auf dem Cape, ebenfalls im Westen gelegen, an.
Um die Fahrt dorthin etwas aufzulockern legten wir zwischendurch noch einen kurzen Stopp bei den "Fruit Bat" Wasserfällen ein. Es ist immerwieder faszinierend, wie in einem Land in dem 95% der Bäche ausgetrocknet sind plötzlich ein Wasserfall mitten im Niemandsland auftaucht. Zugegebenermaßen waren diese Wasserfälle nicht besonders gross, und Baden war wegen den Crokos auch wieder verboten, dennoch waren sie eine nette Abwechslung auf der fast 500km Schotterpistenreise nach Weipa. Ursprünglich wollten wir an diesem Tag auch noch die "Elliot Falls" anfahren, welche wir aber auf Grund zu tiefen River Crossings (wir sind uns noch nicht sicher ob unser Billy auch fleissig im Schwimmunterricht war und tasten uns langsam an die Materie heran) nicht erreichen konnten.
Viele Stunden Fahrt und eine Tankfüllung Benzin ärmer (der Benzinpreis liegt mittlerweile bei 1.93 $) erreichten wir schliesslich in den frühen Abendstunden Weipa. Weipa ist bekannt für die weltweit grösste Bauxitmine. Amüsant war eine Ampel (die erste die wir auf dem Cape gesehen hatten) kurz vor den Toren der Stadt. Diese ist eigens für die Minen Kipplader eingerichtet und hält den Verkehr auf wenn diese kreuzen. Erst dachte ich das ist ja schon etwas übertrieben, als dann aber der erste Truck an uns vorbeischoss wussten wir warum. Nähme man unseren Billy hochkant, so hätte man noch nichtmal die Höhe eines Reifen dieser Monster. Klar also dass jeder Strassentruck da den kürzeren ziehen würde und so ist die Ampel sicher eine gute Sache für die Sicherheit der Allgemeinheit! Weipa hatte zum Glück auch nur einen Campsite zur Auswahl und so gestaltete sich die Auswahl unseres Übernachtungsplatzes ziemlich einfach. Zur Feier des Tages (Andy hatte Namenstag) wurde der örtliche Supermarkt dann auch noch schnell überfallen und es gab frisches Kangaru Steak auf unserem BBQ zum Abendessen um dann, wie konnte es anders sein, von den Mücken wiedereinmal aufgefressen zu werden! ARGH!!!!
Um die Fahrt dorthin etwas aufzulockern legten wir zwischendurch noch einen kurzen Stopp bei den "Fruit Bat" Wasserfällen ein. Es ist immerwieder faszinierend, wie in einem Land in dem 95% der Bäche ausgetrocknet sind plötzlich ein Wasserfall mitten im Niemandsland auftaucht. Zugegebenermaßen waren diese Wasserfälle nicht besonders gross, und Baden war wegen den Crokos auch wieder verboten, dennoch waren sie eine nette Abwechslung auf der fast 500km Schotterpistenreise nach Weipa. Ursprünglich wollten wir an diesem Tag auch noch die "Elliot Falls" anfahren, welche wir aber auf Grund zu tiefen River Crossings (wir sind uns noch nicht sicher ob unser Billy auch fleissig im Schwimmunterricht war und tasten uns langsam an die Materie heran) nicht erreichen konnten.
Viele Stunden Fahrt und eine Tankfüllung Benzin ärmer (der Benzinpreis liegt mittlerweile bei 1.93 $) erreichten wir schliesslich in den frühen Abendstunden Weipa. Weipa ist bekannt für die weltweit grösste Bauxitmine. Amüsant war eine Ampel (die erste die wir auf dem Cape gesehen hatten) kurz vor den Toren der Stadt. Diese ist eigens für die Minen Kipplader eingerichtet und hält den Verkehr auf wenn diese kreuzen. Erst dachte ich das ist ja schon etwas übertrieben, als dann aber der erste Truck an uns vorbeischoss wussten wir warum. Nähme man unseren Billy hochkant, so hätte man noch nichtmal die Höhe eines Reifen dieser Monster. Klar also dass jeder Strassentruck da den kürzeren ziehen würde und so ist die Ampel sicher eine gute Sache für die Sicherheit der Allgemeinheit! Weipa hatte zum Glück auch nur einen Campsite zur Auswahl und so gestaltete sich die Auswahl unseres Übernachtungsplatzes ziemlich einfach. Zur Feier des Tages (Andy hatte Namenstag) wurde der örtliche Supermarkt dann auch noch schnell überfallen und es gab frisches Kangaru Steak auf unserem BBQ zum Abendessen um dann, wie konnte es anders sein, von den Mücken wiedereinmal aufgefressen zu werden! ARGH!!!!

CY Tag 8: Merluna Cattle Station
Nun war es genug. Gegen die Viecher musste etwas unternommen werden. Da der einheimische Chemiehämmer genannt "The Bushman 80Deet" nichts half (und ich will nicht wissen wie schädlich das Spray an und für sich schon ist.. Autan ist jedenfalls ein Witz dagegen) musste unser Arsenal für den Kampf gegen die Plagegeister erweitert werden. Was läge also näher als ein Moskitonetz im Camper zu installieren um wenigstens in der Nacht seine alten Stiche in Ruhe kratzen zu können, ohne neue hinzuzubekommen. Eher zufällig hatten wir dann in einem Campingstore ein Megafliegennetz erstanden, welches genau über unsere Matratze passt. Auch wenn so ein Netz im Allgemeinen extrem nervig ist und noch keine Lösung für die Abende selbst gefunden war (selbst lange Kleidung ist sinnlos) sollte uns dies Lösung wenigstens ruhige Nächte bescheren.
Mit neuem Mut gestärkt ging es dann endlich auf unsere Tagestour nach Marpoon, einem kleinen Aboriginaldorf auf einer Meerzunge ca. 90 km südlich von Weipa. Dort wurden wir ein weiteres mal mit einem gigantischen Ausblick für unsere Strapazen der gut 2h Anfahrt belohnt. Am Nachmittag ging es dann wieder zurück in Richtung Weipa. Zwischenzeitlich hatte es irgendwo auf der Strecke mal wieder richtig geregnet. Lustiger weise hatten wir nichts davon mitbekommen, ausser dass die Strassen etwas weniger staubten. Der Staub hier, ein ganz feiner roter, ekelig Klebender Feinstaub, ist eine ganz besonders fiese Sache. Kurz gesagt, er ist überall. ÄRgerlich ist vorallem, dass wenn man geschafft von der Tagesetappe am Lagerplatz ankommt man ersteinmal die ganze Ladefläche incl. Mtratze, Equipment und co. von ihm befreien muss. Aber das nur am Rande bemerkt.
Auf Grund der Mückenplage hatten wir an diesem Tag beschlossen unsere Cape York Expedition abzubrechen und zurück nach Cairns aufzubrechen. Da es nach Cairns noch ca 700km waren und wir noch einen Zwischenstopp in Cooktown geplant hatten konnten wir es an diesem Tag daher ruhig angehn lassen und so schlugen wir unser Nachtlager bereits ca. 150km süd-östlich von Weipa in der Merluna Cattle-Station auf. Merluna ist eine durchaus grosse, familiengeführte Rinderfarm, wie es sie hier wie Sand am Meer gibt. Zusätzlich zur Viewirtschaft vermietet die Familie einigen Wohnkontainer und Campingstellplätze auf ihrer Wiese an Reisende wie uns.
In Merluna Station angekomnmen wurden wir auch sofort herzlich empfangen und auch gleich zum Abendessen mit der Familie eingeladen (lag wohl daran, dass wir mal wieder die einzigen Gäste waren und wohl somit eine nette Abwechslung waren).
Zum Abendessen gab es dann hausgemachten Ochsenschwanzeintopf, was schlimmer klingt als es ist. Ganz im Gegenteil, das Ganze ist wohl am ehesten mit einem Rindergulasch zu vergleichen und schmeckte durchaus bekömmlich! Ausserdem hatten wir mal wieder die Gelegenheit uns mit einheimischen zu unterhalten und so weitere Infos für unsere Tour zu ergattern!
Es folgte: Die erste Nacht unter einem Moskitonetz. Die Spannung und vorallem die Erwartungen waren groß!
Mit neuem Mut gestärkt ging es dann endlich auf unsere Tagestour nach Marpoon, einem kleinen Aboriginaldorf auf einer Meerzunge ca. 90 km südlich von Weipa. Dort wurden wir ein weiteres mal mit einem gigantischen Ausblick für unsere Strapazen der gut 2h Anfahrt belohnt. Am Nachmittag ging es dann wieder zurück in Richtung Weipa. Zwischenzeitlich hatte es irgendwo auf der Strecke mal wieder richtig geregnet. Lustiger weise hatten wir nichts davon mitbekommen, ausser dass die Strassen etwas weniger staubten. Der Staub hier, ein ganz feiner roter, ekelig Klebender Feinstaub, ist eine ganz besonders fiese Sache. Kurz gesagt, er ist überall. ÄRgerlich ist vorallem, dass wenn man geschafft von der Tagesetappe am Lagerplatz ankommt man ersteinmal die ganze Ladefläche incl. Mtratze, Equipment und co. von ihm befreien muss. Aber das nur am Rande bemerkt.
Auf Grund der Mückenplage hatten wir an diesem Tag beschlossen unsere Cape York Expedition abzubrechen und zurück nach Cairns aufzubrechen. Da es nach Cairns noch ca 700km waren und wir noch einen Zwischenstopp in Cooktown geplant hatten konnten wir es an diesem Tag daher ruhig angehn lassen und so schlugen wir unser Nachtlager bereits ca. 150km süd-östlich von Weipa in der Merluna Cattle-Station auf. Merluna ist eine durchaus grosse, familiengeführte Rinderfarm, wie es sie hier wie Sand am Meer gibt. Zusätzlich zur Viewirtschaft vermietet die Familie einigen Wohnkontainer und Campingstellplätze auf ihrer Wiese an Reisende wie uns.
In Merluna Station angekomnmen wurden wir auch sofort herzlich empfangen und auch gleich zum Abendessen mit der Familie eingeladen (lag wohl daran, dass wir mal wieder die einzigen Gäste waren und wohl somit eine nette Abwechslung waren).
Zum Abendessen gab es dann hausgemachten Ochsenschwanzeintopf, was schlimmer klingt als es ist. Ganz im Gegenteil, das Ganze ist wohl am ehesten mit einem Rindergulasch zu vergleichen und schmeckte durchaus bekömmlich! Ausserdem hatten wir mal wieder die Gelegenheit uns mit einheimischen zu unterhalten und so weitere Infos für unsere Tour zu ergattern!
Es folgte: Die erste Nacht unter einem Moskitonetz. Die Spannung und vorallem die Erwartungen waren groß!

CY Tag 9: Cooktown
Der Morgen des 2.12.: Heiss, strahlender Sonnenschein und weitaus weniger neue Stiche als am Vortag. Hervorragend!
Fast gut erhohlt machten wir uns auf den Weg nach Cooktown, rund 550km lagen also vor uns. Das Feeling der Fahrt ist eigentlich relativ einfach zu beschreiben, denn es traf auf 95% der Fahrt zu: Vor uns, eine endlos erscheinende, schnurgerade Schotterpiste. Links uns rechts neben uns, Abwechselnd dicht und weniger dicht bewachsener Regenwald mit vereinzelt ein paar kleineren Bränden. Hinter uns, das gleiche wie vor uns. Achja und alle km ein verendetes Kangaroo am Strassenrand, welches den Machtkampf mit der Kühlerhaube verloren hatte. Fairer Weise muss man sagen, dass auch immer wieder Autowracks in den Wäldern lagen. Unter Umständen hatte in diesem Fall das Kängaroo gewonnen. Auf Grund akuter Monotonie haben wir dann noch den Versuch gestartet (Mama sei stolz auf deinen Sohn) spritsparend zu fahren und so ist es uns gelungen Sagenhafte 505km (von Weipa nach Laura) mit einer Tankfüllung zu kommen. Naja Tempo 70 ist zwar wirklich seeeeehr ermüdend, selbst auf Schotterpisten, aber was tut man nicht alles für den Geldbeutel ;) Achja, in Laura angekommen um unseren bis auf den letzten Tropfen entleerten Tank wieder zu befüllen (da wir die Nacht bei der Hinfahrt ja in Laura verbracht hatten wussten wir das es dort eine Tankstelle gab) überkam uns der Schrecken. Wie gewohnt setzte ich den unleaded Tankstuzen an, drückte den Hebel und.... NICHTS! Grund dafür, die Benzinpumpe der Tankstelle funktioniert bei zu heissen Temperaturen nur sporadisch ;) War bei unserem komplett leeren Tank etwas dumm, aber glücklicherweise gab es in dem Ort noch eine zweite Tankstelle (Was ein wirkliches Wunder ist, da der Ort somit mehr Tankstellen als feste Einwohner besass (oder zumindest fast)) die uns dann gnädiger Weise trotz der Hitze Sprit verkaufte. Da Simone solche seltenen Pausen gerne für einen Toilettenbesuch nutzt war es natürlich auch in Laura wieder soweit. Der Sachverhalt an und für sich ist auch eher "nicht erzählenswert", Ihre Begegnung mit einer angeblich, mindestens geschätzte 30cm fetten Kröte, die sich in der Schüssel badete schon;) Jedenfalls führte das Treffen zu einem beinahe Herzinfakt bei Simone und Wahrscheinlich auch bei der Kröte!
Schliesslich erreichten wir Cooktown in den frühen Abendstunden und schlugen dort, geschafft von der Fahrt unser Nachtlager auf. Highlight: 35$ Campingplatz und dann noch 10$ für 1h Internet. Gelinde gesagt also ne Unverschämtheit, aber was tut man nicht alles um euch wieder mit Infos zu versorgen ;)
Fast gut erhohlt machten wir uns auf den Weg nach Cooktown, rund 550km lagen also vor uns. Das Feeling der Fahrt ist eigentlich relativ einfach zu beschreiben, denn es traf auf 95% der Fahrt zu: Vor uns, eine endlos erscheinende, schnurgerade Schotterpiste. Links uns rechts neben uns, Abwechselnd dicht und weniger dicht bewachsener Regenwald mit vereinzelt ein paar kleineren Bränden. Hinter uns, das gleiche wie vor uns. Achja und alle km ein verendetes Kangaroo am Strassenrand, welches den Machtkampf mit der Kühlerhaube verloren hatte. Fairer Weise muss man sagen, dass auch immer wieder Autowracks in den Wäldern lagen. Unter Umständen hatte in diesem Fall das Kängaroo gewonnen. Auf Grund akuter Monotonie haben wir dann noch den Versuch gestartet (Mama sei stolz auf deinen Sohn) spritsparend zu fahren und so ist es uns gelungen Sagenhafte 505km (von Weipa nach Laura) mit einer Tankfüllung zu kommen. Naja Tempo 70 ist zwar wirklich seeeeehr ermüdend, selbst auf Schotterpisten, aber was tut man nicht alles für den Geldbeutel ;) Achja, in Laura angekommen um unseren bis auf den letzten Tropfen entleerten Tank wieder zu befüllen (da wir die Nacht bei der Hinfahrt ja in Laura verbracht hatten wussten wir das es dort eine Tankstelle gab) überkam uns der Schrecken. Wie gewohnt setzte ich den unleaded Tankstuzen an, drückte den Hebel und.... NICHTS! Grund dafür, die Benzinpumpe der Tankstelle funktioniert bei zu heissen Temperaturen nur sporadisch ;) War bei unserem komplett leeren Tank etwas dumm, aber glücklicherweise gab es in dem Ort noch eine zweite Tankstelle (Was ein wirkliches Wunder ist, da der Ort somit mehr Tankstellen als feste Einwohner besass (oder zumindest fast)) die uns dann gnädiger Weise trotz der Hitze Sprit verkaufte. Da Simone solche seltenen Pausen gerne für einen Toilettenbesuch nutzt war es natürlich auch in Laura wieder soweit. Der Sachverhalt an und für sich ist auch eher "nicht erzählenswert", Ihre Begegnung mit einer angeblich, mindestens geschätzte 30cm fetten Kröte, die sich in der Schüssel badete schon;) Jedenfalls führte das Treffen zu einem beinahe Herzinfakt bei Simone und Wahrscheinlich auch bei der Kröte!
Schliesslich erreichten wir Cooktown in den frühen Abendstunden und schlugen dort, geschafft von der Fahrt unser Nachtlager auf. Highlight: 35$ Campingplatz und dann noch 10$ für 1h Internet. Gelinde gesagt also ne Unverschämtheit, aber was tut man nicht alles um euch wieder mit Infos zu versorgen ;)
Comments
Simone || Published: 06.12.2009 12:37 (German time)
Hi ihr zwei
war ja wohl ein richtiges Abenteuer. Schön zu lesen das ihr wieder gesund zurück seid:-)Freu mich schon wieder von euch zu lesen.
Passt auf euch auf. Glg Simone
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