Western MacDonnell Ranges (Published: 21.12.2009 - 09:59 German time)

Nach drei Tagen Zivilisation und teilweise auch Kulturschock hiess es auf weiter in Richtung Uluru! Unser Wegs sollte uns duch die MacDonnell Ranges über den Larapinta Drive durch die Steppe westlich von Alice Springs bis zum Ayers Rock führen.
 


 
 
Ellery Gorge

Ellery Gorge

Mittlerweile schrieben wir den 19.12.2009. Nach nun bereits 3 Tagen in Alice Springs, war es an der Zeit unsere Reise in Richtung Uluru fortzusetzen. Unser Plan war es über den "West MacDonnell Nationalpark" in Richtung Yulara, einem kleinen Dorf nicht weit entfernt vom Uluru (Ayers Rock) fortzusetzen.

Den Nationalpark durchzieht eine Strasse von der immer wieder einzelne Sehenswürdigkeiten links und rechts abzweigen. Unser erster Tag bestand aus drei Etappen:
  • Simpson Gap, ca. 18km westlich von Alice Springs. Dort gingen wir ersteinmal eine kurzen walk zu einem Canyon der direkt in die Simpson Wüste führte. Beeindruckend dabei sind die riesen schroffen Felswände, die den nur sehr schmalen Canyon säumen. Natürlich sind zu dieser Jahreszeit die meisten Canyon ausgetrocknet und so erstreckte sich der Trampelpfad auch in diesem Fall im Flussbett.
    Zurück in der Rest Area machten wir uns erneut auf einen ursprünglich kurzen walk, der uns eingentlich auf das Plateu oberhalb des Canyons bringen sollte. Dummerweise haben wir die falsche Abzweigung genommen und so wurde aus dem 1km Walk ein 8km Walk auf dem bekannten Larapinta trail (Ein 12 Etappen walk mit über 200km). Da dieser aber auch atemberaubende Aussichten bot war das ganze nicht so tragisch und so konnten wir eine nette 3stündige Wanderung geniessen. Das klingt zwar generell nicht viel, aber bedenkt man die 40 Grad im Schatten die dort vorherrschten kann man sich vorstellen, dass das durchaus eine schweisstreibende Angelegenheit war!
  • Unsere nächste Etappe führte uns zum "Ellery Creek Big Hole". Dabei handelte es sich um ein riesen Wasserloch direkt am Ausgang eines weiteren imposanten Canyons. Unser Glück, in diesem konnte man sogar baden, was auf Grund dieser Aussentemperaturen eine echte Wohltat für uns war. Wenn man das Wasserloch durchschwamm konnte man dahinter noch weiter in den Canyon vordringen und dessen unglaublich steilen Wände bestaunen. Und da es bereits später Nachmittag war beschlossen wir dort auch gleich die Nacht zu verbringen.
Diesen Plan hatte auch ein schweizer Päärchen, (Servus Roland und Helen) mit denen wir dann auch noch einen feucht fröhlichen Abend verbrachten.
 
 
 
Palm Valley - Ist Billy jetzt ganz kaputt?!?

Palm Valley - Ist Billy jetzt ganz kaputt?!?

Halb frisch und halb munter vom Vorabend starteten wir in den nächsten Tag mit einer kalten Efrischung im Wasserloch, mittlerweile der 20.12. und nur noch 4 Tage bis Weihnachten ;) Für diesen Tag waren 6 Etappen geplant, darum ging es bereits zeitig zurück auf die Strasse.
  • Erstes Etappenziel war die Serpentine Gorge, 99km westlich von Alice Springs. Auch bei dieser handelte es sich wieder um ein Wasserloch am Ausgang eines Canyons. Nur war dieses fast ausgetrocknet. Aber der Anblick war trotzdem schön und somit den 3km marsch dorthin auch wert!
  • Von Serpentine Gorge ging es wieter zu den "Ochre Pits". Dabei handelte es sich um Ockervorkommen, welche von den Aboriginals für religiöse Zwecke verwendet werden. Die Strafe dafür, wenn man ein Stück Ocker mitnimmt, belief sich auf 5000$, daher gab es auch keine Souveniers und es ging nach einem kurzen Marsch und ein paar Photos weiter.
  • "Glen Helen", ebenfalls ein Wasserloch am Ausgang eines Canyons hiess unser nächstes Etappenziel. Dises war jedoch schon bedeutend grösser als die bisherigen und leider auch noch veralgter. Aber da Glen Helen als "must see" im Reiseführer deklariert war auch dieses den Fussmarsch in der prallen Sonne wert ;)
  • Nun bereits 165 km westlich von Alice Springs lag unser nächster Stopp, die "Redbank Gorge". Dreimal dürft ihr raten um was es sich handelte! Richtig! Ein Wasserloch aum Ausgang eines Canyons. Das schöne an diesem war der Weg dorthin. Er führte immer im und neben dem Flussbett direkt durch faszinierende geklüftete Felsen links und rechts von uns. Auch ein über 1m langer Leguan verirrte sich dorthin und stand uns für ein paar Photos Modell. Das Wasserloch selbst war wieder sehr veralgt und lud nicht gerade zum schwimmen ein und da wir eh schon spät dran waren haben wir daher auf dieses verzichtet und sind weiter zu unserem vorletzten Zwischenstopp aufgebrochen.
  • Tnorala (Gosse Bluff) war ein Metereoiten Krater, welcher mitten in der Ebene des Nationalparks lag. Von weiten hatte er eine ähnliche Silhuette wie der Ayers Rock und lud daher auf eine nähere Besichtigung ein. Der Einschlag des Kometen liegt übrigens schlappe 142,5 Millionen Jahre zurück. Es führte ein kleiner Track über unwegsames Gelände direkt in die Mitte des Kraters, wo sich eine kleine Picknickarea befand. Da der Ort aber wiedermal ein heiliger Platz für Aboriginals war, durfte man leider nicht weiter in das Gebiet vordringen und musste sich mit einem durch Bäume und Vegetation beeinträchtigten Ausblick auf die kargen Felswände zufrieden geben.
  • Eigentliches Tagesziel war "Palm Valley" im "Finke Gorge Nationalpark". Dieses konnte nur über einen längeren 4WD Track erreicht werden und sollte unser Nachtlager für diesen Tag werden, um am nächsten Tag bereits zeitig diesen erkunden zu können. Da es eh schon langsam dämmerte, war der Zeitpunkt perfekt gewählt, und da das Bushcamp sogar noch über Duschen verfügte war die Entscheidung sicherlich die Beste! Man muss fairer Weise eingestehen, dass wir vom Bad in dem Wasserloch am Vortag und am Morgen leicht nach Algen muffelten ;)

    Jetzt erst bemerkten wir das Desaster des Tages. Unser Billy war nund vollends demoliert. Auch wenn er uns bis dahin beste Dienste geleistet hatte, schien es, dass es nun vorbei war!

    Nein, mit Billy ist nicht unser Auto gemeint, sondern unser Wasserkochtopf mit Deckel, welcher im australischen Slang ebenfalls "Billy" genannt wird. Sein Deckel ist während der Fahrt heruntergefallen und durch herumfliegendes Interieur völlig verbeult worden. Gottseidank konnte er jedoch mit ein paar geschickten Rettungsversuchen mit dem Leatherman wieder in Form gebogen werden, so dass er uns auch in Zukunft noch fleissig Kaffeewasser kochen kann ;)
 
 
 
Kings Canyon

Kings Canyon

Eins muss man der Natur lassen. Sie ist immerwieder kreativ, wie Sie einem um den Schlaf bringt! Am morgen des 21.12. schaffte es ein Papagei (weiss mit oranger Brust), der in unserem Rückspiegel wohl erstmalig in seinem Leben sich selbst als Spiegelbild gesehen hatte und davon so erschrocken war, dass er gleich darauf einhacken/beissen musste. Resultat, unser Rückspiegel hat nun ein paar Ecken weniger!
Aber da wir nun schon einmal wach waren und es eh bereits halb 8 war starteten wir in den Tag. Auf dem Plan Stand ersteinmal eine 5km Anfahrt zum Ende des Palm Valley, wo wir einen 5km walk zur morgendlichen Ertüchtigung geplant hatten. Netter weise hat die australische Regierung in diesem Fall auf den Highwaybau verzichtet und so führte uns der Track die meiste Zeit in einem ausgetrockneten Flussbett im Wechsel über weichen Sand, Geröll oder Felsplatten. So macht die Fahrerei auch wieder richtig Spass und geschlagene 45min später konnten wir höchst motiviert unseren Walk angehen.

Dieser führte weiter im Flussbett entlang der Attraktion des Nationalparks. Insgesamt 1200 Palmen, die in dieser Form einmalig auf der Welt sind. Und irgendwie muss man zugestehen ist der Anblick wirklich etwas paradox. In mitten eines ausgetrockneten Flussbetts in der Wüste standen immerwieder kleine Wälder von kräftig grünen Palmen. Der Walk führte weiter auf das Plateu des Canyons und wieder zurück zum Parkplatz. 5km und 2 Stunden später, sowie um 4l Körperflüssigkeit pro Person ärmer erreichten wir diesen dann auch schliesslich.

Nun hiess es zurück auf den Highway über den netten Track vom Morgen und des Vorabends um in Hermannsburg unseren Benzintank wieder zu füllen und den Erlaubnisschein für die anstehende Fahrt zum Tagesziel "Kings Canyon" zu kaufen. Die Fahrt nach Kings Canyon erstreckte sich über 200km teils auf Asphalt, teils auf Schotter und so erreichten wir unser Tagesziel späten Nachmittag um unser Nachtlager aufzuschalgen. Kings Canyon ist der wohl bekannteste Canyon der Region und sehr touristisch erschlossen. Dementsprechend gab es hier auch wiedereinmal einen Campingplatz und einige Resortanlagen. Dennoch bietet der Platz den perfekten Ausgangspunkt für die am nächsten Tag geplante Tour durch den Canyon. Angestrebte Startzeit: 5.30 Uhr um den Sonnenaufgang im Canyon zu erleben. Mal schaun ob wir das hinbekommen werden ;)
 
 
 


 

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Departure (German Time)

20.10.2009 - 12:45
 16 Hours 15 Mins
 

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