Yulara - Uluru (Ayers Rock) (Published: 25.12.2009 - 00:39 German time)
Unser großes Etappenziel unserer Reise sollte der Uluru im Herzen Australiens im Nothern Terretory sein. Dort haben wir 3 Tage verbracht und so einiges an Naturgewalt erlebt ;)

1. Tag Yulara
Auch wenn der Handyhersteller für einen dermassen grausamen Handyton verklagt werden müsste, hat er es weinigstens geschafft uns pünktlich um 5Uhr morgens aus den Federn zu reissen. So hatten wir es gerade noch geschafft den Sonnenaufgang über dem Kings Canyon von einer Aussichtsplattform aus anzuschauen.
Motiviert von dem atemberaubenden Anblick ging es dann auch gleich weiter in den Canyon um diesen zu Fuß zu erkunden. Der geplante Track war ca. 7km lang und führte erst die steile Canyonwand hinauf und von dort auf einem Rundweg entlang der steilen Felswände. Leider hatten neben uns noch 100e von anderen Touristen meist in geführten Gruppen die gleiche Idee. Das ganze ähnelte also irgendwie ein wenig einem Viehtrieb, was der traumhaften Aussicht allerdings nichts abtat.
Nach ca 2,5h schweisstreibendem Marsch hiess es dann wieder alle sieben Sachen zusammenpacken und weiter in Richtung Yulara zum Uluru, unserem nächsten grossen Etappenziel aufzubrechen. Es standen noch ca. 300km Fahrt auf einer Schotterpiste durch die immer trockener werdende Wüstenregion vor uns. Neben der faszinierenden Aussicht bot uns die Etappe noch wilde Esel, Pferde und man mag es kaum glauben sogar wilde Kamele! Alles in allem also relativ abwechslungsreich ;)
In Yulara angekommen schlugen wir unser Lager auf dem einzigen Campingplatz auf, welcher durchaus etwas auf Massentourismus ausgelegt war und dementsprechend auch ziemlich unverschämte Preise hatte. Aber da es keine andere Alternative gab lohnte es sich auch nicht, sich darüber zu ärgern.
Kurz nachdem wir unser Lager aufgebaut hatten bogen dann auch wieder die Schweizer, die wir nun schon mehrmals auf unserer Tour getroffen hatten um die Ecke. Den Nachmittag verbrachten wir dann am Pool um uns etwas von der Hitze Abkühlung zu verschaffen. Zwar war es etwas bewölkt, aber immernoch brütend heiss. Die Ironie des Schicksals: An der Rezeption hatten wir beim Einchecken eine Unwetterwarnung vor einem Zyklon am nächsten Tag erhalten. Kurz zusammengefasst. Wir befanden uns in der Mitte Australiens in der Wüste, wohl an einem der heissesten Orte der Welt und die Dame erzählte uns etwas von heftigsten Gewitterstürmen usw. Naja, eigentlich haben wir das ganze auch nicht so ernst genommen, da die Australier ja gerne etwas zur Übertreibung neigen ;)
Den Abend verbrachten wir dann zusammen mit Helene und Roland seit Ewigkeiten mal wieder in einer der Bars von Yulara. Das ganze war zwar sehr lustig, wurde dann aber bereits um 11Uhr durch Schliessung der Bar abrupt unterbrochen. Also irgendwie sind die Aussies kein Land für Nachtschwärmer! Aber immerhin hat uns der Security, der uns quasi hinausgeschmissen hatte noch erzählt, dass wir froh sein konnten dass die Bar bis 11 Uhr geöffnet war, alle anderen waren nämlich schon lange geschlossen. Und zu unserem Glück ist die heimische Eskybox auch immer für nen Absacker zu haben ;)
Motiviert von dem atemberaubenden Anblick ging es dann auch gleich weiter in den Canyon um diesen zu Fuß zu erkunden. Der geplante Track war ca. 7km lang und führte erst die steile Canyonwand hinauf und von dort auf einem Rundweg entlang der steilen Felswände. Leider hatten neben uns noch 100e von anderen Touristen meist in geführten Gruppen die gleiche Idee. Das ganze ähnelte also irgendwie ein wenig einem Viehtrieb, was der traumhaften Aussicht allerdings nichts abtat.
Nach ca 2,5h schweisstreibendem Marsch hiess es dann wieder alle sieben Sachen zusammenpacken und weiter in Richtung Yulara zum Uluru, unserem nächsten grossen Etappenziel aufzubrechen. Es standen noch ca. 300km Fahrt auf einer Schotterpiste durch die immer trockener werdende Wüstenregion vor uns. Neben der faszinierenden Aussicht bot uns die Etappe noch wilde Esel, Pferde und man mag es kaum glauben sogar wilde Kamele! Alles in allem also relativ abwechslungsreich ;)
In Yulara angekommen schlugen wir unser Lager auf dem einzigen Campingplatz auf, welcher durchaus etwas auf Massentourismus ausgelegt war und dementsprechend auch ziemlich unverschämte Preise hatte. Aber da es keine andere Alternative gab lohnte es sich auch nicht, sich darüber zu ärgern.
Kurz nachdem wir unser Lager aufgebaut hatten bogen dann auch wieder die Schweizer, die wir nun schon mehrmals auf unserer Tour getroffen hatten um die Ecke. Den Nachmittag verbrachten wir dann am Pool um uns etwas von der Hitze Abkühlung zu verschaffen. Zwar war es etwas bewölkt, aber immernoch brütend heiss. Die Ironie des Schicksals: An der Rezeption hatten wir beim Einchecken eine Unwetterwarnung vor einem Zyklon am nächsten Tag erhalten. Kurz zusammengefasst. Wir befanden uns in der Mitte Australiens in der Wüste, wohl an einem der heissesten Orte der Welt und die Dame erzählte uns etwas von heftigsten Gewitterstürmen usw. Naja, eigentlich haben wir das ganze auch nicht so ernst genommen, da die Australier ja gerne etwas zur Übertreibung neigen ;)
Den Abend verbrachten wir dann zusammen mit Helene und Roland seit Ewigkeiten mal wieder in einer der Bars von Yulara. Das ganze war zwar sehr lustig, wurde dann aber bereits um 11Uhr durch Schliessung der Bar abrupt unterbrochen. Also irgendwie sind die Aussies kein Land für Nachtschwärmer! Aber immerhin hat uns der Security, der uns quasi hinausgeschmissen hatte noch erzählt, dass wir froh sein konnten dass die Bar bis 11 Uhr geöffnet war, alle anderen waren nämlich schon lange geschlossen. Und zu unserem Glück ist die heimische Eskybox auch immer für nen Absacker zu haben ;)

2. Tag Yulara
Eigentlich wollten wir am Morgen des 23.12. schon bei Sonnenaufgang in Richtung Uluru aufbrechen um ein paar Fotos zu schiessen und diesen dann danach zusammen mit Helene und Roland zu Fuss zu umrunden. Leider hat der Wettergott da nicht ganz mitgespielt und statt einem Sonnenaufgang war nur eine trübe Brühe am Himmel zu sehen. Also wurde aus dem guten Vorsatz nichts und wir bevorzugten es, noch eine Mütze Schlaf zu geniessen. Schliesslich konnte der Uluru ja eh nicht weglaufen und wir wollten eh noch 2 Tage vor Ort sein. Es stellte sich allerdings die Frage, ob an der Unwetterwarnung des Vortages doch was dran war?!?
Gegen Mittag ging es dann auf in das Resort Shopping Center um für unsere Weihnachtsmenue einzukaufen. Zum Resort selbst muss man sagen, dass die Stadt Yulara, welche sich ca. 20km entfernt vom Uluru befindet nur aus dem Resort besteht. Das Resort selbst setzt sich wiederum aus einen wenigen Hotels, einem Campingplatz, einer Tankstelle und einem kleinen Shoppingcenter zusammen. Alles in allem also nicht sehr aufregend! Im Shoppingcenter befand sich auch das Besucherzentrum, in welchem wir noch schnell den Erlaubnisschein für unsere bevorstehende Wüstendurchquerung (Gibson Desert) beantragten. Der Track durch diese führt nämlich über Aboriginal-Land welches nicht ohne Erlaubnis betreten werden darf (Strafe: 2000$).
Nachdem wir auch diese Hürde genommen hatten, ging es zurück zum Campingplatz um unser Hab und Gut sturmfest zu verstauen. Laut Infocenter sollte der angekündigte Zyklon etwa gegen 15Uhr Nachmittag bei uns eintreffen. Und man mag es kaum glauben, mit nur 1h Verspätung hat dieser losgelegt über uns zu wüten. Was wir dann erlebten ist schwer in Worte zu fassen. Windböen mit 45Knoten in Verbindung mit einem atemberaubenden Gewitter mit Regen wie aus Eimern prasselte auf uns herab. Binnen kürzester Zeit stand unsere ganze Umgebung ca. 30cm unter Wasser.
Aber man muss auch dieser Situation was Positives abgewinnen und so erinnerten wir uns an die netten Worte der Dame im Infocenter, dass bei starkem Regen gigantische Wasserfälle den Uluru herunterströmen und dass eher selten Touristen zu Gesicht bekommen. Also machten wir uns auf und bahnten uns einen Weg durch die Wassermassen um zum Uluru zu fahren. Nun hatten wir auch verstanden warum mitten in der Wüste Strassenschilder mit der Aufschrift "Flooding" vor jeder kleinen Senke in der Strasse stehen. Binnen kürzester Zeit waren Teile der Strasse überflutet, was für uns aber kein besonderes Problem darstellte. Ein paar Unterbodenwäschen später erreichten wir dann unser Ziel und in der Tat, der Anblick war gigantisch. Der ganze Uluru war von Wasserfällen überzogen welche dem Felsen eine ganz neues Image verschafften. So hatte der Regen auch etwas Gutes und wir wurden Zeuge eines eher seltenen Naturschauspiels in der Wüste!
Leider war es mit dem ersten Unwetter am Nachmittag nicht getan. Nach ein paar Stunden relativer "Ruhe" ging es wieder so richtig los. Das gleiche Spiel wie bereits am Nachmittag, nur, dass die Windböen noch um einiges schlimmer wurden. War schon ein mulmiges Gefühl wenn um einen die Welt im wahrsten Sinne des Wortes untergeht und man nur durch einen Zeltaufbau geschützt, welcher wackelte und knarzte, mittendrin sitzt. Auch wenn der Regen in der Nacht irgendwann wieder aufhörte, der Sturm bließ ohne Aussicht auf Milderung über uns hinweg. Aber was soll man machen, abwarten und hoffen dass keine Schäden entstehen war angesagt ;=)
Gegen Mittag ging es dann auf in das Resort Shopping Center um für unsere Weihnachtsmenue einzukaufen. Zum Resort selbst muss man sagen, dass die Stadt Yulara, welche sich ca. 20km entfernt vom Uluru befindet nur aus dem Resort besteht. Das Resort selbst setzt sich wiederum aus einen wenigen Hotels, einem Campingplatz, einer Tankstelle und einem kleinen Shoppingcenter zusammen. Alles in allem also nicht sehr aufregend! Im Shoppingcenter befand sich auch das Besucherzentrum, in welchem wir noch schnell den Erlaubnisschein für unsere bevorstehende Wüstendurchquerung (Gibson Desert) beantragten. Der Track durch diese führt nämlich über Aboriginal-Land welches nicht ohne Erlaubnis betreten werden darf (Strafe: 2000$).
Nachdem wir auch diese Hürde genommen hatten, ging es zurück zum Campingplatz um unser Hab und Gut sturmfest zu verstauen. Laut Infocenter sollte der angekündigte Zyklon etwa gegen 15Uhr Nachmittag bei uns eintreffen. Und man mag es kaum glauben, mit nur 1h Verspätung hat dieser losgelegt über uns zu wüten. Was wir dann erlebten ist schwer in Worte zu fassen. Windböen mit 45Knoten in Verbindung mit einem atemberaubenden Gewitter mit Regen wie aus Eimern prasselte auf uns herab. Binnen kürzester Zeit stand unsere ganze Umgebung ca. 30cm unter Wasser.
Aber man muss auch dieser Situation was Positives abgewinnen und so erinnerten wir uns an die netten Worte der Dame im Infocenter, dass bei starkem Regen gigantische Wasserfälle den Uluru herunterströmen und dass eher selten Touristen zu Gesicht bekommen. Also machten wir uns auf und bahnten uns einen Weg durch die Wassermassen um zum Uluru zu fahren. Nun hatten wir auch verstanden warum mitten in der Wüste Strassenschilder mit der Aufschrift "Flooding" vor jeder kleinen Senke in der Strasse stehen. Binnen kürzester Zeit waren Teile der Strasse überflutet, was für uns aber kein besonderes Problem darstellte. Ein paar Unterbodenwäschen später erreichten wir dann unser Ziel und in der Tat, der Anblick war gigantisch. Der ganze Uluru war von Wasserfällen überzogen welche dem Felsen eine ganz neues Image verschafften. So hatte der Regen auch etwas Gutes und wir wurden Zeuge eines eher seltenen Naturschauspiels in der Wüste!
Leider war es mit dem ersten Unwetter am Nachmittag nicht getan. Nach ein paar Stunden relativer "Ruhe" ging es wieder so richtig los. Das gleiche Spiel wie bereits am Nachmittag, nur, dass die Windböen noch um einiges schlimmer wurden. War schon ein mulmiges Gefühl wenn um einen die Welt im wahrsten Sinne des Wortes untergeht und man nur durch einen Zeltaufbau geschützt, welcher wackelte und knarzte, mittendrin sitzt. Auch wenn der Regen in der Nacht irgendwann wieder aufhörte, der Sturm bließ ohne Aussicht auf Milderung über uns hinweg. Aber was soll man machen, abwarten und hoffen dass keine Schäden entstehen war angesagt ;=)

3. Tag - Yulara
Man mag es kaum glauben, aber wir wachten auch am Weihnachtsmorgen wieder auf ;) Folglich hatten wir den Sturm also gut überstanden. Erster Tagesordnungpunkt war Flipflop-Suche. Dummerweise hatten wir unsere Treter am Vorabend unter das Auto gelegt und diese wurden logischer Weise vom Sturm in alle Richtungen verstreut. Aber auch da hatten wir mal wieder Glück und im Umkreis von rund 100m konnten wir sie alle wieder auflesen.
Der Himmel war zwar immernoch bewölkt und es wehte auch noch eine kräftige Briese, aber bei weitem nicht so schlimm wie letzte Nacht und so waren wir zuversichtlich, dass es doch noch ein ruhiges Weihnachtsfest für uns gab. Geplant war gemütlich zu kochen, den Tag zu genießen und am Abend dann den Sonnenuntergang vor der Kulisse des Uluru anzuschauen. Soweit der Plan wenn das Wetter mitspielen würde ;)
Und tatsächlich hatten wir Glück und das Wetter wurde von Stunde zu Stunde besser und sogar die Sonne schien wieder erst vereinzelt dann immer kräftiger auf uns herab. Guter Dinge machten wir uns also auf unser Weihnachtsmenue zuzubereiten. Auf dem Menueplan standen verschiedenste Tapas (wir fanden Tapas sind den Temperaturen hier am ehesten angemessen). Und ich muss sagen, wir haben uns mal wieder selber übertroffen ;)
Auch wenn das Weihnachtsfest nichts mit dem was wir von zu Hause gewöhnt sind gleich hatte (ausser das zu viele Futtern), war es doch eine der Situation angemessene Alternative und wir hatten sogar einen kleinen geschmückten Weihnachtsbusch (im Übrigen die einzigen am ganzen Campingplatz mit geschmückten Weihnachtsbusch).
Auch wenn wir den Abend sicherlich lieber in heimischer Umgebung verbracht hätten war unsere Interprätation des Weihnachtsfestes auch nicht verkehrt ;)
Der Himmel war zwar immernoch bewölkt und es wehte auch noch eine kräftige Briese, aber bei weitem nicht so schlimm wie letzte Nacht und so waren wir zuversichtlich, dass es doch noch ein ruhiges Weihnachtsfest für uns gab. Geplant war gemütlich zu kochen, den Tag zu genießen und am Abend dann den Sonnenuntergang vor der Kulisse des Uluru anzuschauen. Soweit der Plan wenn das Wetter mitspielen würde ;)
Und tatsächlich hatten wir Glück und das Wetter wurde von Stunde zu Stunde besser und sogar die Sonne schien wieder erst vereinzelt dann immer kräftiger auf uns herab. Guter Dinge machten wir uns also auf unser Weihnachtsmenue zuzubereiten. Auf dem Menueplan standen verschiedenste Tapas (wir fanden Tapas sind den Temperaturen hier am ehesten angemessen). Und ich muss sagen, wir haben uns mal wieder selber übertroffen ;)
Auch wenn das Weihnachtsfest nichts mit dem was wir von zu Hause gewöhnt sind gleich hatte (ausser das zu viele Futtern), war es doch eine der Situation angemessene Alternative und wir hatten sogar einen kleinen geschmückten Weihnachtsbusch (im Übrigen die einzigen am ganzen Campingplatz mit geschmückten Weihnachtsbusch).
Auch wenn wir den Abend sicherlich lieber in heimischer Umgebung verbracht hätten war unsere Interprätation des Weihnachtsfestes auch nicht verkehrt ;)
Comments
Birgit || Published: 26.12.2009 07:24 (German time)
wünschen euch auch ein frohes Fest ! Schreibt nur fleißig weiter.
Birgit Sarah Marion Anita
Patricia || Published: 26.12.2009 03:11 (German time)
Will auch nen Weihnachtsbusch!!!!
Schöne Weihnachten euch beiden....
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