Albany (Published: 11.02.2010 - 02:30 German time)

Albany erreicht hatte uns die Zivilisation wieder und wir mussten uns ersteinmal um unseren ledierten Billy kümmern. Aber jetzt können wir wenigstens behaupten, dass wir jeden Reifenhändler der Stadt persönlich kennen ;)
 


 
 
Tag 1
Simone auf dem Tree Top Walk im Valley of the Giants

Tag 1

Australien, das Land des unvorhersehbaren Klimas, hatte am Morgen des 02.02. mal wieder ein ganz besonderes Schmankerl für uns: REGEN! Zwar nicht allzustark, aber dennoch ausreichend, dass alles was nicht im Canvas war tropf nass war. Daher beschlossen wir das Frühstück für diesen Morgen sausen zu lassen und gleich in Richtung Albany aufzubrechen. Auf Grund der Tatsache, dass Billy lädiert war, beschlossen wir mehr oder weniger auf dem direkten Weg mit möglichst wenig Schotterpisten nach Albany zu fahren, um dort neue / gute gebrauchte Reifen zu bekommen.

Aber da es noch einiges auf der Strecke zu sehen gab, konnten wir uns den ein oder Andren Abstecher trotz Reserverad nicht verkneifen. Einer z.B. war zu den "Giant Tingle Trees", ein Waldabschnitt in dem lauter gigantische Tingle Trees (Eukalypten) standen. Diese waren so riesig, dass in Ihren Aushöhlungen, die durch Feuer verursacht wurden, locker ein Auto hineinpasste. Mehr als imposant, die Riesen der Wälder!

Danach ging es weiter zum bekannten "Valley of the Giants", ein Treetop-Walk der Extraklasse. Teetop -Walk deshalb, da auf Höhe der Baumwipfel (40m) eine aus Hängebrücken bestehender, 700m langer Weg gebaut wurde, den man für ein Eintrittsgeld von 10 Dollar gehen durfte. Sehr interessant, den Wald mal aus dieser Perspektive zu sehen. Die Hängebrücken waren zwar massive Stahlkonstruktionen, schwingten aber mit jedem Schritt, den man darauf tat mit, was den Ein oder Anderen doch etwas zu schaffen machte ;) Nach dem Spaziergang durchs Blätterdach konnten wir dann noch eine kurze Runde durch den angeschlossenen "Empire Park" drehen. Dieser ist ähnlich wie bereits bei den Giant Tingle Trees zuvor ein kurzer Walk vorbei bzw. durch die gigantischen, Rot- und Gelbeukalypten. Auch dort waren wieder etliche, von Feuern ausgehöhlte, aber dennoch immernoch wachsende Exemplare dabei.

Nach soviel Natur am Morgen ging es dann aber entgültig auf dem Highway nach Albany. Gott sei dank waren es eh nur noch rund 100km, die wir mit dem Ersatzreifen zurücklegen mussten, welche wir dann auch ohne weitere Zwischenfälle absolvierten. Lediglich Simone hatte bei Ankunft in Albany mit Ihrem Kopf zu kämpfen, welcher laut Ihrer Aussage kurz vor dem explordieren war! Das Motto war also so schnell wie möglich einen Caravan Park finden (und das war ohne Karte gar nicht so einfach), um der Patientin dann ausreichend Ruhe zu gönnen.
 
 
 
Tag 2
Billy beim Kundendienst

Tag 2

Ein neuer Tag, bringt neues Glück. Und das konnten wir am 3. Februar auch gebrauchen. Immerhin galt es zwei adäquate Hinterreifen für unseren Billy zu finden. Ausserdem waren mal wieder 10.000 km mehr auf dem Tacho, was einen erneuten Servicestopp in der Werkstatt bedeutete. Ausserdem waren noch allerhand Kleinkram zu erledigen. Alles in allem also einiges zu tun an unserem ersten Tag in Albany, der letzten grösseren Stadt vor Adelaide!

Die Reifensuche gestaltete sich mehr als ernüchternd. Wir klapperten insgesamt über 6 Reifenhändler, Schrottplätze, 4WD Werkstätten ab und keine einzige hatte einen gebrauchten Reifen in unserer Grössenordnung auf Vorrat. Wir wollten einen gebrauchten Reifen aufziehen, da wir ja nur noch ca. 5000km vor uns hatten und wir somit etwas Geld sparen wollten. Etwas deprimiert machten wir uns auf eine Werkstatt für den Service zu suchen. Da der letzte in Mount Isa am Ar**** der Welt über 1000 km weg von einer grösseren Stadt nur rund 100$ gekostet hatte konnte das ganze ja nicht so tragisch werden. Weit gefehlt! 5 Werkstätten später mussten wir einsehen, dass Albany für uns wohl ein teueres Pflaster werden würde. Die billigste Werkstätte verlangte schlappe 160$ für einen lausigen Ölwechsel, für den Sie dann auch noch über eine 1h brauchten. Die Begründung: Sie hatten noch alles andere gecheckt. Naja, ich bin zwar der Meinung, hätte ich das gewollt, hätte ich es Ihnen im Vorfeld gesagt, aber wie auch immer. Immerhin war die Diagnose des vermeindlichen Fachmanns: Alles in Ordnung, was ja auch schon mal was wert ist!Da es mittlerweile bereits später Nachmittag war und wir ehrlichgesagt genug von Werkstätten und Autohändlern hatten, brachen wir unsere grosse Mission "Neue Reifen für unseren Billy" dann für diesen Tag auch ab und vertrösteten Ihn auf den nächsten Tag.
 
 
 
Tag 3
Billy*s Brand neuer Hinterreifen

Tag 3

Der Morgen des 4.Februar. Erster Tagesordnungspunkt: Checken ob die Werkstatt auch wirklich nen Ölwechesel gemacht hat oder nur heisse Luft gelabert hat, dann checken ob der Motor noch dicht ist. Man erinnere sich, nach dem letzten Ölwechsel in Mt. Isa waren auf misteriöse Art und weise die Schrauben des Ventildeckels locker, was dazu führte, dass dieser leckte. Diesesmal schien aber alles gepasst zu haben und so machten wir uns auf endlich Reifen für Billy zu besorgen. Da ja keine gebrauchten verfügbar waren, steuerten wir den günstigsten Händler des Vortages an um ihm dort 2 neue Hinterradschlappen zu gönnen. So zumindest der Plan. Aber wie konnte es anders sein, der Händler hatte die letzten zwei Reifen unserer Grösse am Vorabend verkauft. ARGH!!!!! So wünscht man sich doch, dass ein Morgen beginnt! Naja, uns blieb also nichts anderes übrig als nach Alternativen zu suchen. Glücklicher Weise fanden wir diese dann auch relativ schnell und wir können voller Stolz verkünden: Billy besitzt nun zwei neue 15" A/T Reifen von Hankock mit den mächtigen Maßen 31x10,5. Uns freute das ganze nicht ganz so sehr, immerhin schlugen die zwei Gummiberge mit fast 400$ zu Buche! Aber was sein muss muss sein!

Um Billys Frühjahrskur zu vollenden gabs dann noch schnell nen neuen Benzinfilter und alles war wieder gut! Nächster Tagesordnungspunkt: Einen Job suchen. Ja Ihr habt richtig gelesen, wir wollen tatsächlich entgegen unseres Plans 2-3 Wochen ein wenig arbeiten, um die Urlaubskasse aufzustocken. Da wir uns aber im Vorfeld keinerlei Gedanken gemacht hatten, wie wir an selbige kommen sollten begann somit eine mehr oder weniger unstrukturierte Suche in und um Albany. Ehrlichgesagt war selbige auch nicht sehr erfolgreich, zumal wir nun immerhin wussten, dass in der Region zu dieser Jahreszeit keinerlei Gemüse oder Obst mehr gepflückt werden musste und das traditionelle Backpack Fruitpicking somit auf jedenfall schonmal flach fiel. Naja, auch wenn die Jobausbeute des Tages seeeehr mager war, um nicht zu sagen gleich 0 fanden wir immerhin einen netten Campingplatz ein wenig ausserhalb von Albany wo wir dann auch unser Nachtlager aufschlugen.

Den Abend verbrachten wir dann in geselliger Runde mit dem halben Campingplatz am Lagerfeuer. Warum sich alle versammelt hatten war uns zumindest nicht ganz klar, war aber auch egal, denn das Feuer spendete etwas Wärme und die Leute waren gut drauf ;)
 
 
 


 

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