New South Wales National Parks (Published: 05.11.2009 - 00:34 German time)

Dieser Blog umfasst die ersten Tage nach Sydney unseres Roadtrips durch die Blue Mountains-, Wollemi-, Gardens of Stone- und Goulbourn River National Parks.
 


 
 
Blue Mountains National Park

Blue Mountains National Park

Was wir am Vortag noch nichts wussten: "Hildas Lookout" bot einen herrlichen, ewig weiten Blick über die Täler der Blue Mountains. So viel unser erster Blick an diesem Morgen nach dem öffnen unseres Aubaus auf die blauen Eukalyptuswälder vor uns. So macht Aufstehen ausnahmsweise mal richtig Spass!

Den restlichen Tag haben wir damit verbracht das restliche Camping und Survivalequipment zu besorgen und Vorräte für die nächste Zeit zu besorgen. Unser Weg führte uns dabei in wilden Irrfahrten durch Paramatta. Generell bin ich ja der Meinung, dass Geld ausgeben Spass macht, aber die australieschen Preise verderben einen diesen relativ schnell wieder. Aber was sein muss muss sein und immerhin können wir jetzt behaupten gut gerüstet für die kommende Tour zu sein!

Ein Auszug unseres Equipments:
  • 9l Gasflasche mit Kocher (incl. Grillfeld)
  • Stehgaslampe (lässt sich über einen ca ein mehter hohen Ständer direkt an die Gasflasche zusätzlich zum Kocher anschliessen)
  • Stehglasflasche
  • 2 delux Klappstühle
  • Campingtisch mit variablen Tischbeinen
  • 2 25l Frischwasserkanister
  • 25l Benzintank
  • Zweihandaxt und Spaten
  • 120 x 200cm Schaumstoff/Luftbett (sehr bequem)
  • Transportboxen
  • Diverses Werkzeug und Kabel sowie Schnüre
  • und noch viiiel Kleinkram

Abends haben wir unser Lager in einem der hier verbreiteten "Bush Camps" aufgeschlagen. "Bush Camps" sind ausgewiesene Campingareale mitten im Nationalpark, die üblicherweise nur via Offroadstrecken erreichbar sind und weder über fließend Wasser, noch über Strom oder sonstigen Luxus verfügen. Aber mit 50 Liter Wassertanks und Gaskocher an Board ist das auch kein grösseres Problem! Ganz im Gegenteil. Eigentlich sind die Plätze traumhaft gelgen und bieten einfach mal die Möglichkeit auszuspannen! Zur Feier des Tages und zum Einweihen unserer neuen Gas - Grill - Kochkombination gabs dann auch gleich mal Rindersteak mit Garnelen. Hmmmmmmm.

 
 
 
Blue Mountains National Park

Blue Mountains National Park

Der erste Morgen in einem "Bush Camp" wurde durch vielfältigstes Vogelgezwitscher eingeleutet. Auch wenn das generell etwas nervig war, war es doch an der Zeit, das Camp wieder zu verlassen um erste Wanderungen (hier werden Wanderungen "Bush Walks" genannt zu unternehmen. Unser erster Weg führte uns daher zu den "Three Sisters", dem Wahrzeichen des Blue Mountains Nationalpark. Tragischer weise handelt es sich hierbei um drei Felsen, die sich direkt vor einer Aussichtsplattform befinden und von unzähligen asiatischen Mitreisenden fotografiert werden. Unser aufenthalt dort ist also dementsprechend kurz ausgefallen und wir sind weiter zu unserem nächsten Übernachtungsplatz aufgebrochen um von dort aus noch eine kleinere Tour zu Fuss zu starten.

Auch diese Nacht wollten wir wieder in einem Bush Camp verbringen. Unsere wahl fiel dabei auf "Parrys Lookdown" welcher ebenfalls wieder über eine leichte Offroadstrecke für europäische Standards und eine normale unasfaltierte Strasse hier erreichbar war. Auch dieses Areal bot den gleichen nichtvorhanden Komfort, lag aber dementsprechend schön in mitten eines kleinen Eukalyptuswald direkt an der Kante eines Cannyons.

Von hier aus starteten wir unsere erste richtige Tour zu Fuss. Das Ziel war der kleine Fluss im Tal des Cannyons. Nach einem gut 15 stündigen Fussmarsch über unzählige Naturtreppen haben wir diesen dann auch erreicht und wir konnten uns endlich einmal (das erste mal überhaupt) am kühlen Nass Australiens erfreuen! Nach einem kurzen Bad im Bach haben wir dann wieder den Rückweg angetreten. Dieser hat sich als extrem beschwerlich herausgestellt, denn er bestand aus 1833 Stufen auf sandigem oder felsigem Untergrund den extrem steilen Cannyon wieder hinauf. Belohnt wurden wir immerwieder mit traumhaften Ausblicken über den Cannyon. Dummerweise hatten wir auch nur 3 Liter Wasser dabei, was bei diesen Temperaturen hier weitaus zu wenig war. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntermassen und so haben wir nach gut 2h wieder das Camp erreicht. Ziemlich erschöft von dem Fussmarsch bei brütender Hitze haben wir uns noch schnell eine Ananas-Reis-Kombination zubereitet und sind dann relativ bald in unseren Camper gefallen.
 
 
 
Gardens of Stone National Park

Gardens of Stone National Park

Auch den Morgen des 2.11. wurden wir wie schon zuvor von einem riesigem Durcheinander von Vogelgezwitscher geweckt. Auch das allmorgendliche Prozedere an Equipment verstauen und Körperpflege lief nun auch schon relativ rutiniert ab. Unser Tagesziel war das "Parrys Lookdown"- Camp im "Gardens of Stone Nationalpark ca. 50km südlich des Blue Mountains Nationalpark. Bereits nach wenigen km haben wir die asfaltierte Strasse verlassen und sind auf eine Schotterstrasse abgebogen. Diese Strassen sind hier gang und gäbe und wie unsere Schnellstrassen nur ohne Asfalt. Diese unsealed Rode wurde nach ein paar km durch Schotter und Staub zu einer "echten" Offroadstrecke, welche nur noch von 4WD Fahrzeugen befahrbar war. Da wir ja ein solches besitzen sollte das ja kein Problem darstellen. Es folgte eine Offroadpiste, wie Sie im Buche steht, mit extremen Steigungen über Felsen und Schotter auf engen Pfaden gefolgt von extrem steilen Abfahrten über den gleichen Untergrund. Der Pfad selbst führte direkt durch den Bush des Blue Mountains Nationalpark. Nach ca 1,5h haben wir die Piste hinter uns gelassen und sind wieder auf eine "normale" Schotterpiste gekommen, welche weitere 15km zu unserem angestrebten Nachtlager führte.

Dort angekommen bot sich uns ein atemberaubendes Panorama, welches wir sonst nur aus Filmen kannten. Das Camp selber war eine große grüne Wiese neben einem kleinen Bach gelegen. Aussen herum erstreckten sich steile Felswände, welche in einem satten rot erstrahlten. Wir suchten uns einen Platz am Rande der Wiese unter einem kleinen Baum um wenigstens ein wenig Schatten zu geniessen. Nebenbei bemerkt waren wir wie schon die Tage zuvor fast allein in dem Camp.

Da es erst früher Nachmittag war machten wir uns ohne lange Pause auf eine kleine Wanderung in den Bush auf. Laut einer Infotafel, die hier in jeder Region zu finden sind und Informationen über die einzelnen Bushwalks bietet haben wir zuvor eine kurze Tour zu den "Industrial Ruins" ausgesucht. Die Tour führte entlang des kleinen Flusses ein Stück in das Hinterland des Nationalparks. Das Highlight dieses Tripps stellten die ca. 100 Jahre alten Ruinen von Kohle- und Ölminen. Die Minen selbst wurden im laufe der Zeit mehrmals wiederbelebt, haben aber nie den gewünschten wirtschaftlichen Erfolg gebracht. Gerade als wir die Überreste der Industrieanlagen erreicht hatten, zog über uns wie aus dem Nichts ein heftiges Gewitter auf. Daher haben wir die Tour schlagartig abgebrochen und sind zurück zu unserem Camper gehetzt. Relativ trocken angekommen ergoss sich über uns ein Gewitter das seines Gleichen suchte. Dieses haben wir im Schutz unserer Fahrerkabiene abgewartet. Was wir wohl als letztes erwartet hatten folgte in den folgenden Minuten. Erst wurde aus dem starken Regen ein sindflutartiger Niederschlag und aus diesem ca. 0,5cm grosse Hagekörner. So schnell das Unwetter aufzog verzog es sich dann Gott sei Dank auch wieder und wir konnten unser Abendessen auf unserem Gaskocher zubereiten. Es gab Ananasreis vom Vortag erweitert um eine frische Pruscetta.

Da es an diesem Abend absolut windstill war und die Temperatur auf Grund des Unwetters exrem abgekühlt hatte, haben wir uns dazu entschlossen ein kleines Lagerfeuer an unserer eigenen Feuerstelle anzuschüren. Hier ist es allgemein üblich nachts während man vor seinem Camper sitzt kleine Feuer zu machen. Der Vorteil daran ist, dass durch den Rauch die nervigen Fliegen und Moskitos reiss aus nehmen. Aber auch was die Tierwelt angeht, hatten wir in diesem Camp grosses Glück. Sobald die Dämmerung hereinbrach, fanden sich immer mehr Kangaroos zum Grasen auf der Wiese ein. Etwas später als es dunkel war haben wir dann unser erstes freilaufendes Wombat gesehen, welches ganz nah an unserem Camper vorbei über die Wiese schlenderte.
 
 
 
Goulbourn River National Park

Goulbourn River National Park

Dieser Dienstag Morgen erstrahlte der Himmel wieder ohne jede Wolke und es war bereits am frühen Morgen sehr warm. Rutiniert brachen wir unser Lager ab und machten uns weitere 150km in Richtung Süden in den "Goulburn River National Park" auf. Immer unser erstes Etappenziel "Cape York" ganz im Norden Australiens. Unser erster Weg führte uns zurück über die Schotterpiste bis zu dem Punkt an dem wir am Vortag die Offroadpiste verlassen hatten. Da der Spassfaktor des Offroadfahren nicht von der Hand zu weisen war sind wir nur 1km später erneut auf eine 4WD Track eingebogen, welcher nach ca. 30 km wieder auf einen asphaltierte Strasse enden sollte. Die folgende Piste ähnelte der des Vortages sehr, nur noch etwas extremer. Nach ca 1,5h Offroaderlebnis über Stock und Stein, erreichten wir schliesslich ein Wasserloch, das sich durch die Regenfälle des Vortages gefüllt hatte und uns die Weiterfahrt versperrte. Nach einigen Tiefenchecks mit einem Stock haben wir beschlossen, die matschige Brühe zu durchqueren. Da wir keinen Schnorchel am Auto haben, ist unsere maximale Wassertiefe ca. bei 50cm. Da unsere Tests etwa 30cm Tiefe anzeigte, sollte das auch ohne weitere Probleme möglich sein.

Da laut Karte auch keine alternative Route möglich war haben wir uns also dazu entschlossen, das Wasserloch mit dem Camper zu durchqueren. Bereits nach ein Paar Metern im Wasserloch mussten wir feststellen, dass die Spurrillen doch tiefer als erwartet waren und das Wasser bis auf die Motorhaube schwappte. Da es in dem Moment kein Zurück mehr gab haben wir beherzt aufs Gas gedrückt und konnten so mit Mühe und Not die andere Seite erreichen. Leider gibt es von diesem Abenteuer kein Photo, da Simone als Sie das Wasser auf der Motorhaube sah so erschrocken ist, dass Sie das Abdrücken auf dem Photo vergessen hatte ;)

Kurze zeit später haben wir dann wieder eine asphaltierte Strasse erreicht und haben uns dann auf dem direkten Weg in Richtung "Spring Gully"-Camp, dem Tagesziel gemacht. Die Fahrt führte auf einer gut ausgebauten Strasse mitten durchs Niemandsland. Die Aussentemperatur war brühend heiss, links und rechts der Strasse erstreckten sich riesige Weideflächen, auf denen sich immerwieder Rinder und anderes Gevieh im Schatten faulenzten. Schliesslich erreichten wir nach einer weiteren 30km Fahrt über nicht asphaltierte Highwayartige Strassen unser Tagesziel. Auch dieses Camp lag wieder an einem kleinen, Bach, welcher nur sehr wenig Wasser führte, auf jedenfall zu wenig um darin zu baden. Unser Lagerplatz war wie auch schon am Vortag am Rande einer Wiese unter einem Baum, der uns am späten Nachmittag noch guten Schatten spendete. Da wir von den Vortagen geschafft waren, habe wir beschlossen, den Tag mit Erholung ausklingen zu lassen. Abends zauberten wir uns dann noch Spagettie mit mediteraner Gemüsesosse. Einziger Wehrmutstropfen; Die Insekten in diesem Camp waren extrem aggressiv und scheinbar alle daran interessiert im Sturzflug auf uns zu stürzen, zu stechen oder einfach nur zu nerven!
 
 
 


 

Comments

 

Jeffreyron || Published: 10.05.2025 10:45 (German time)


 
OVI statutes on Ohio may be complicated, still it's crucial to experience a great comprehension of them if individuals find payments. Operating under ones influence (DUI) will be a severe offence who can maintain substantial ramifications on the life. In Ohio, ones legal threshold for circulation alcohol content (BAC) is 8%for maximum drivers plus four pct business motorists. If you may be pulled by police administration and alleged of dwi, they could undertake field sobriety examinations or chemical checks, these types of because breathalyser or blood examinations, to determine all of your degree of impairment. Refusing some tests can lead to natural sanctions, including license suspension. DUI offenses in Ohio bear multiple consequences, corresponding to on factors similar to last convictions, BAC level, then whether there ended up being an incident or hurt associated. Repercussions might entail fees, license pause, compulsory alcohol process workouts, probation, and equal jail time. Recurring offensive activity and irritated issues can cause more critical consequences. Using a knowledgeable DUI shield attorney is essential to handle the complexity of Ohio drunk driving charge laws. They lavatory analyze the verification, issue the legality of the leave, query the accuracy and reliability of investigations, and discover expected defensive structure to help abate the levies. Furthermore, an law firm can advise you using the professional process, making sure of the civil liberties are preserved and urging for the preferred plausible effect. Keep in mind, being told more than Ohio's DUI statutes and searching for the support of an knowledgeable legal practitioner are key actions in properly maneuvering a DUI appoint to defending their destiny. probation revocation attorney
 
 
 

Baby || Published: 13.11.2009 02:36 (German time)


 
Ich möcht euch ja euren urlaub nicht vermiesen - aber sonntag is KNEIPENCUP - haha :)) Ich hoffe, euch gehts richtig gut und ihr habt weiterhin viel viel spaß - wir trinken ein paar kurze für euch mit !!! lg baby
 
 
 

Eva || Published: 11.11.2009 21:28 (German time)


 
Schön das ihr eure tolle Zeit so selbstlos mit uns teilt! Is super, da fühlt man sich doch gleich doppelt wohl bei Nebel und kälte! Ich muss gestehen es kommt direkt etwas Neid auf. Vor allem "Das Auto". Super!! Noch viel Spass und weiter so tolle Berichterstattung! Lg Eva & Stefan
 
 
 

Auch Simone || Published: 10.11.2009 01:36 (German time)


 
Das Täuscht!
 
 
 

Simone || Published: 06.11.2009 14:16 (German time)


 
Hi also für soviiiiiiele Treppe siehst du aber noch sehr gut aus !! LG Simone
 
 
 

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