Great Ocean Road to Melbourne (Published: 16.03.2010 - 03:09 German time)
Nächstes Reiseziel nach Adelaide ist Melbourne über die Great Ocean Road

Sonnenuntergang im Coorong NP
Adelaide Hills
Wir schreiben heute den 18. Februar 2010 und unsere Tour geht weiter. Wir haben Adelaide gesehen und fahren jetzt langsam weiter nach Melbourne, was wir in den nächsten Tagen erreichen wollen.
Wir verlassen also die Großstadt auf einem Scenic Drive Richtung Adelaide Hills, einem riesigen Weingebiet und man fühlt sich fast wie in der Toscana. Ein muss auf dieser Strasse ist das deutsche Siedler-Dörfchen Hahndorf, wo wir auf einem Markt erst mal unsere Gemüsevorräte wieder aufgestockt haben.
Nach einer kurzen Info im Touristencenter war nun unsere Route nach Melbourne klar: die Great Ocean Road, eine schöne Strasse, die sich etliche Kilometer an der Küste entlang schlängelt und wunderschöne Aussichten bietet. Als Schlafplatz haben wir den Mulbin Yerrak Point im Coorong Nationalpark gewählt, der ein paar Kilometer abseits der touristischen Hauptstrasse direkt zum Meer führte. Ausser uns und ein paar Fliegen ist hier niemand, mal schauen wie die Nacht wird.
Wir verlassen also die Großstadt auf einem Scenic Drive Richtung Adelaide Hills, einem riesigen Weingebiet und man fühlt sich fast wie in der Toscana. Ein muss auf dieser Strasse ist das deutsche Siedler-Dörfchen Hahndorf, wo wir auf einem Markt erst mal unsere Gemüsevorräte wieder aufgestockt haben.
Nach einer kurzen Info im Touristencenter war nun unsere Route nach Melbourne klar: die Great Ocean Road, eine schöne Strasse, die sich etliche Kilometer an der Küste entlang schlängelt und wunderschöne Aussichten bietet. Als Schlafplatz haben wir den Mulbin Yerrak Point im Coorong Nationalpark gewählt, der ein paar Kilometer abseits der touristischen Hauptstrasse direkt zum Meer führte. Ausser uns und ein paar Fliegen ist hier niemand, mal schauen wie die Nacht wird.

Sandtrack im Canunda NP
Great Ocean Road - Canunda NP
Die paar Fliegen vom Vorabend haben sich in der Nacht zu einem wahren Albtraum entwickelt und haben uns in Schwärmen von Millionen kleiner Fliegen, die wie Mücken aussehen aber zum Glück nicht stechen, um den Schlaf gebracht.Daher war der Morgen des 19.02.10 nicht ganz so erholt wie manch andere. Wir sind also relativ früh aufgebrochen und dann gings erst mal nach einer kurzen kostenlosen Fährüberfahrt (da der Bau einer Brücke teurer wäre, wird die Fähre kostenlos angeboten) weiter auf der Great Ocean Road .Wir wollten mal wieder einen kleinen Track im Allradantrieb fahren und so haben wir einen Abstecher in den Canunda Nationalpark gemacht. Dieser war anfangs relativ unscheinbar und da wir ohnehin den Urlaubspass für Nationalparks hatten und nicht immer extra Eintritt zahlen müssen, haben wir uns entschieden reinzufahren. Das erste Mal, dass bei der Einfahrt keine Infobroschüre zur Verfügung stand. Also haben wir noch schnell die Übersichtskarte fotographiert und schon konnte es losgehen. Was wir nicht wussten ist, dass der Nationalpark komplett aus weichem Sand und einer riesen Düne bestand. Das machte uns natürlich noch mehr Spass. Nur blöd, dass wir keine Infos dazu hatten und die Abzweigungen des Nationalparks schlecht oder sogar gar nicht ausgezeichnet waren und so konnten wir nicht alles erreichen, was wir sehen wollten. Dennoch haben wir eine schöne Strecke gefunden, die uns sogar wieder auf die richtige Hauptstrasse brachte.Zum Schlafen haben wir uns an diesem Tag ein kleines Fischerdörfchen namens Port Donnell ausgesucht und haben an einem Aussichtspunkt unser Nachtlager aufgeschlagen. Heute gab es seeeehr viel Gemüse in Form eines Eintopfs zum Abendessen, da wir Morgen voraussichtlich die Grenze von South Australia nach Victoria überqueren und die Aussies mit ihren Fliegen hier ja immer Quarantäne-Stationen haben und wir ja schon mal Gemüse wegschmeissen mussten. Und schlau wie wir waren haben wir ja gestern erst nochmal sauber eingekauft. Naja, nach einem sehr vegetarischen Abendessen haben wir wieder mal einen atemberaubenden Sonnenuntergang genossen.

Unser leckerer Hummer
Grampians Nationalpark
Am Morgen des 20.02.10 sind wir mal wieder gut erholt und mit einem wunderschönen Meerblick aufgewacht. Nach einem kurzen Frühstück hat uns ein Einheimischer gefragt, ob wir auch zum Fischen hier sind. Wir mussten dies ausnahmsweise verneinen und dann hat er uns einen Lobster (=Hummer) geschenkt, weil er zu viele in kürzester Zeit gefangen hat. So ein Pech für uns... ;-)
Also stand dann heute erst mal Eis kaufen auf dem Tagesplan, um unser Abendessen zu kühlen. Da wir ursprünglich nicht an der Küste, sondern mehr durchs Landesinnere nach Melbourne fahren wollten, haben wir heute nochmal einen ca. 150 km Abstecher von der Great Ocean Road nach Norden in den Grampians Nationalpark gemacht, welcher uns von zwei älteren Damen in der Touristeninfo empfohlen wurde.
Wir sind übrigens ohne Probleme nach Victoria gefahren, ohne dass man es überhaupt mitgekriegt hätte, dass da eine Grenze, geschweige denn eine Quarantäne-Station gewesen ist. Naja, das war für Andy erst mal genügend vegetarisches Essen.
Nach einer langen Fahrt sind wir in Halls Gap angekommen, sozusagen die einzige Zivilisation in diesem Nationalpark. Weil wir mit Nationalparks noch keine Erfahrung in Victoria hatten und nichts gefunden haben, wo wir das Campen bezahlen sollen, haben wir uns für die bequeme Variante, den Caravan Park, entschieden. Unser Gala-Dinner: frischer Hummer mit Zitrone und Kräuterdip. Hmmm...ich kann euch sagen... das war vielleicht gut. Und immerhin haben wir uns 50 Dollar gespart.
Also stand dann heute erst mal Eis kaufen auf dem Tagesplan, um unser Abendessen zu kühlen. Da wir ursprünglich nicht an der Küste, sondern mehr durchs Landesinnere nach Melbourne fahren wollten, haben wir heute nochmal einen ca. 150 km Abstecher von der Great Ocean Road nach Norden in den Grampians Nationalpark gemacht, welcher uns von zwei älteren Damen in der Touristeninfo empfohlen wurde.
Wir sind übrigens ohne Probleme nach Victoria gefahren, ohne dass man es überhaupt mitgekriegt hätte, dass da eine Grenze, geschweige denn eine Quarantäne-Station gewesen ist. Naja, das war für Andy erst mal genügend vegetarisches Essen.
Nach einer langen Fahrt sind wir in Halls Gap angekommen, sozusagen die einzige Zivilisation in diesem Nationalpark. Weil wir mit Nationalparks noch keine Erfahrung in Victoria hatten und nichts gefunden haben, wo wir das Campen bezahlen sollen, haben wir uns für die bequeme Variante, den Caravan Park, entschieden. Unser Gala-Dinner: frischer Hummer mit Zitrone und Kräuterdip. Hmmm...ich kann euch sagen... das war vielleicht gut. Und immerhin haben wir uns 50 Dollar gespart.

12 Apostels an der Great Ocean Road
12 Apostels
Wir schreiben heute den 21.02.10 und unser Tag begann mit dem Goat Track, eine Allradstrecke über Stock und Stein, die uns wieder in Richtung Küste bringen sollte. Alles in Allem war der Track aber nicht sehr anspruchsvoll und atemberaubend.
Endlich an unserer ursprünglichen Route wieder angekommen, gings weiter zu den 12 Apostels. Das ist sozusagen unser letztes Ziel von den "Must See Attraktionen" von Australien, die wir noch fotographieren müssen. Gesagt, getan. Klick klick klick... und nun ist unser Fotobestand um weitere 100 Fotos gestiegen. Allerdings waren wir noch zu früh dran, weil wir gelesen haben, dass man die 12 Apostels unbedingt bei Sonnenaufgang oder -untergang sehen muss. Also haben wir erst mal unser Abendessen zubereitet und auf den Sonnenuntergang gewartet und ich kann euch sagen, das war wirklich ein wunderschöner Anblick. Einziges Manko: Man musste Glück haben einen Platz zum Fotographieren zu ergattern, weil ungefähr 2 Millionen Asiaten und andere Touristen die gleiche Idee wie wir hatten.
Da wir hier keinen geeigneten Schlafplatz finden konnten, sind wir noch ein paar Kilometer weitergefahren in den Great Otway Nationalpark. Es war zwar schon dunkel, aber der Platz hat sich definitiv rentiert. Eine riesen Wiese namens Johanna Beach direkt am Meer mit Toiletten und kostenlos, das hat uns unser schlauer Camping-Führer verraten.
Endlich an unserer ursprünglichen Route wieder angekommen, gings weiter zu den 12 Apostels. Das ist sozusagen unser letztes Ziel von den "Must See Attraktionen" von Australien, die wir noch fotographieren müssen. Gesagt, getan. Klick klick klick... und nun ist unser Fotobestand um weitere 100 Fotos gestiegen. Allerdings waren wir noch zu früh dran, weil wir gelesen haben, dass man die 12 Apostels unbedingt bei Sonnenaufgang oder -untergang sehen muss. Also haben wir erst mal unser Abendessen zubereitet und auf den Sonnenuntergang gewartet und ich kann euch sagen, das war wirklich ein wunderschöner Anblick. Einziges Manko: Man musste Glück haben einen Platz zum Fotographieren zu ergattern, weil ungefähr 2 Millionen Asiaten und andere Touristen die gleiche Idee wie wir hatten.
Da wir hier keinen geeigneten Schlafplatz finden konnten, sind wir noch ein paar Kilometer weitergefahren in den Great Otway Nationalpark. Es war zwar schon dunkel, aber der Platz hat sich definitiv rentiert. Eine riesen Wiese namens Johanna Beach direkt am Meer mit Toiletten und kostenlos, das hat uns unser schlauer Camping-Führer verraten.

Großstadtdschungel Melbourne
Melbourne - Lilydale
Der Morgen des 22.02.10 war ziemlich feucht, da die Nächte jetzt allmählich kühler werden und hier jetzt sozusagen schon fast Herbst ist. Gut erholt also starteten wir in die letzte Etappe der Great Ocean Road auf nach Melbourne. Also diese Strasse zu fahren hat sich allgemein definitiv rentiert. Uns wurden sehr viele wunderschöne Aussichten und Panoramablicke geboten, die wir nochmal genossen, bevor wir die nächste Metropole, Melbourne, erreichten. Je näher wir der Stadt gekommen sind, desto dichter waren die Shopping-Center und Industriegebiete. Nachdem das mit den größeren Städten hier manchmal ein Problem mit dem Fahren darstellen kann, hat sich Simone im Vorfeld schon mal viele Stadtkarten und Infomaterial zugelegt, um besser navigieren zu können.
Naja, der gute Wille zählt würd ich mal sagen. Da es manchmal schwer ist, eine Strasse oder Abbiegung zu finden, weil die Strassenzeichen erst NACH einer Kreuzung sind und ungefähr ca. 2 auf 5 Zentimeter groß sind, kann man die gerne mal übersehen :-)Wir hatten also eine mehr oder weniger unfreiwillige Stadtrundfahrt durch Melbourne, was uns für den ersten Tag völlig ausgereicht hat.
Da direkt in näherer Umgebung keine Campingplätze waren, beschlossen wir erst mal 40 km weiter östlich zu fahren nach Lilydale, weil wir da eine Adresse für Arbeit bekommen haben. Und da wir ja voller Tatendrang waren, unsere Urlaubskasse aufzustocken, sind wir gleich in diese Jobagentur gefahren und wollten uns anmelden, allerdings ist für Erntearbeit nur ein Kerl namens Andrew zuständig und der ist nur morgens um 9 Uhr da. Also suchten wir uns erst mal einen Caravanpark in der Nähe und werden morgen um neun nochmal kommen.
Naja, der gute Wille zählt würd ich mal sagen. Da es manchmal schwer ist, eine Strasse oder Abbiegung zu finden, weil die Strassenzeichen erst NACH einer Kreuzung sind und ungefähr ca. 2 auf 5 Zentimeter groß sind, kann man die gerne mal übersehen :-)Wir hatten also eine mehr oder weniger unfreiwillige Stadtrundfahrt durch Melbourne, was uns für den ersten Tag völlig ausgereicht hat.
Da direkt in näherer Umgebung keine Campingplätze waren, beschlossen wir erst mal 40 km weiter östlich zu fahren nach Lilydale, weil wir da eine Adresse für Arbeit bekommen haben. Und da wir ja voller Tatendrang waren, unsere Urlaubskasse aufzustocken, sind wir gleich in diese Jobagentur gefahren und wollten uns anmelden, allerdings ist für Erntearbeit nur ein Kerl namens Andrew zuständig und der ist nur morgens um 9 Uhr da. Also suchten wir uns erst mal einen Caravanpark in der Nähe und werden morgen um neun nochmal kommen.

Mal wieder ein Poser-Bild
Lilydale - Yarra Valley
Es kommt ja nicht oft vor, dass wir hier in Australien einen Termin hatten, also wollten wir natürlich am Morgen des 23.02.10 überpünktlich um halb 9 in der Jobagentur erscheinen. Blöd nur, dass wir gestern eine Zeitzone durchfahren haben und niemand uns erzählt hat, die Uhr um eine halbe Stunde nach vorne zu stellen, also waren wir nicht mehr überpünktlich, sondern nur noch pünktlich. Und, wir waren nicht die einzigen, die Fruit-Picken wollten, sondern auch noch andere 40 Backpacker. Also hiess es erst mal Formulare ausfüllen und Glück haben, da ausgerechnet heute ein Riesen-Unternehmer bis zu 50 Arbeitsplätze angemeldet hat. Perfekt, was soll man sagen. Wir haben also ALLE die gleiche Nummer bekommen und sollten erst ab 19:00 Uhr einen Kerl namens Ben anrufen, der uns dann mitteilt ob er Arbeit für uns hat und wo.
Also haben wir erst mal bisschen relaxt und die Umgebung erkundet und uns einen kostenlosen Schlafplatz gesucht. Was zu erwarten war: wenn 40 Leute alle um 19:00 Uhr gleichzeitig anrufen, kann das zu leichten Verzögerungen kommen und wir hatten gefühlte 5.000 mal die Mailbox dran. Nach 2 Stunden versuchen, haben wir endlich mit Ben telefoniert. Das System hier ist easy: Wir haben später eine SMS bekommen mit Uhrzeit und Adresse wo wir Morgen früh sein sollten. Also haben wir gleich mal per Google maps gesucht und tatarataaaaaaaa NICHTS gefunden!!! Nur das Gebiet, aber keine Strasse und keinen Namen von dem Weingut. Das heißt also, schnell ins Bett, weil der Wecker um 5 klingelt und wir erst mal im Finsteren suchen müssen wo unser neuer Arbeitgeber ist.
Also haben wir erst mal bisschen relaxt und die Umgebung erkundet und uns einen kostenlosen Schlafplatz gesucht. Was zu erwarten war: wenn 40 Leute alle um 19:00 Uhr gleichzeitig anrufen, kann das zu leichten Verzögerungen kommen und wir hatten gefühlte 5.000 mal die Mailbox dran. Nach 2 Stunden versuchen, haben wir endlich mit Ben telefoniert. Das System hier ist easy: Wir haben später eine SMS bekommen mit Uhrzeit und Adresse wo wir Morgen früh sein sollten. Also haben wir gleich mal per Google maps gesucht und tatarataaaaaaaa NICHTS gefunden!!! Nur das Gebiet, aber keine Strasse und keinen Namen von dem Weingut. Das heißt also, schnell ins Bett, weil der Wecker um 5 klingelt und wir erst mal im Finsteren suchen müssen wo unser neuer Arbeitgeber ist.

Andy bei der Arbeit
Weintraubenernte
Völlig müde standen wir also am Morgen des 24.02.10 auf und machten uns auf in unseren ersten Arbeitstag. Nach ca. einer Stunde Fahrt (inkl. Suche) sind wir um 6:45 Uhr pünktlich angekommen und wir waren die ERSTEN! Erst mal durch ein Desinfektionsbad mit den Schuhen durch, eine neue Schere und eine Warnweste erhalten und schon konnte es fast losgehen. Uns wurde kurz gezeigt, wie man die Rebe abzwicken soll und das wars. Dann fängst du an und pickst, und pickst und pickst...
Lustigerweise traf das nur auf Simone zu, denn der Supervisor (der hier am meisten zu sagen hat) hat Andy von Anfang an bei sich behalten und er durfte sogar gleich den kleinen Traktor fahren, während das niedere Fußvolk per pedes zum Feld marschierte. Aufgrund seiner Größe und Statur war Andy von Anfgang an sehr beliebt bei den Festangestellten, die dadurch so gut wie keine Arbeit mehr hatten, weil Andy alles machen durfte. Und Andy war natürlich alles andere als Weintraubenpflücken lieber, also war das sozusagen für beide Parteien super. Andy war von da an der Bucket-Leerer. Er musste hinter dem Traktor hergehen und die vollen Eimer in einen großen Container leeren. Am Ende des Tages nach 9 Stunden hat er also 11 Tonnen gehoben, das war nämlich die Tagesernte. Und da Andy länger brauchte als Simone, weil die Einsammler ja warten mussten bis die Trauben gepickt waren, hat er gleich mal Simone vorgeschlagen zum Bucket-Washing (Eimer Waschen). Jaja, der Hase denkt halt mit, dass Kohle in die Haushaltskasse kommt. Als alle anderen also Feierabend hatten, durften wir noch weitere 2 Stunden arbeiten und 500 Eimer in einem großen Becken waschen. Schönen Gruß an dieser Stelle an meinen Rücken...
Völlig erschöpft von so viel körperlicher Ertüchtigung :-) haben wir nur noch geduscht (am Betriebsgelände) und schnell Spaghetti gegessen und dann gings ab ins Bett, um Morgen wieder fit zu sein.
Lustigerweise traf das nur auf Simone zu, denn der Supervisor (der hier am meisten zu sagen hat) hat Andy von Anfang an bei sich behalten und er durfte sogar gleich den kleinen Traktor fahren, während das niedere Fußvolk per pedes zum Feld marschierte. Aufgrund seiner Größe und Statur war Andy von Anfgang an sehr beliebt bei den Festangestellten, die dadurch so gut wie keine Arbeit mehr hatten, weil Andy alles machen durfte. Und Andy war natürlich alles andere als Weintraubenpflücken lieber, also war das sozusagen für beide Parteien super. Andy war von da an der Bucket-Leerer. Er musste hinter dem Traktor hergehen und die vollen Eimer in einen großen Container leeren. Am Ende des Tages nach 9 Stunden hat er also 11 Tonnen gehoben, das war nämlich die Tagesernte. Und da Andy länger brauchte als Simone, weil die Einsammler ja warten mussten bis die Trauben gepickt waren, hat er gleich mal Simone vorgeschlagen zum Bucket-Washing (Eimer Waschen). Jaja, der Hase denkt halt mit, dass Kohle in die Haushaltskasse kommt. Als alle anderen also Feierabend hatten, durften wir noch weitere 2 Stunden arbeiten und 500 Eimer in einem großen Becken waschen. Schönen Gruß an dieser Stelle an meinen Rücken...
Völlig erschöpft von so viel körperlicher Ertüchtigung :-) haben wir nur noch geduscht (am Betriebsgelände) und schnell Spaghetti gegessen und dann gings ab ins Bett, um Morgen wieder fit zu sein.

Andy wieder bei der Arbeit
Lilydale Lake
Die nächsten Tage (25.02. bis 27.02.) verliefen also ähnlich. Am Anfang haben wir in der Jobagentur den Tipp erhalten, dass sehr viele Backpacker am Lilydale Lake schlafen, weil hier Toiletten und eine kalte Dusche sind und sich niemand beschwert. Das klingt doch gut und so haben wir das auch gemacht. Ist erstens ein guter Ausgangspunkt, weil wir ja täglich wo anders hin müssen zum Arbeiten und Dusche und Toiletten sind ja auch super. Also haben wir hier mit unseren Arbeitskollegen aus Deutschland (Sebastian, Janine und Christina), aus der Schweiz (Sylvain), aus England (Nick) und Josephine aus Schweden unser Basecamp am See aufgeschlagen und am Samstag Abend erst mal die erste Arbeitswoche ausgiebig mit Wein gefeiert. Was für ein Spass.

Geburtstagsparty mit BBQ
Arbeitswoche #2
Am Montag, den 01.03.10 haben wir erst mal frei gehabt, weil irgendein Feiertag war. Und was macht man da am Besten? Genau: RELAXEN und die Beine hochlegen. Diese Woche hatten wir nur 3 Tage Arbeit, also haben wir ab Freitag schon wieder die Woche ausklingen lassen und gefeiert. Unser Basecamp am See hat mittlerweile schon Einheimische angezogen, die fast täglich zu uns kamen auf einen Small-Talk. Wir gehören praktisch schon zum Inventar des Parkplatzes. Am Samstag Abend war großes BBQ angesagt, weil wir ja in Simone´s Geburtstag reingefeiert haben. Bis auf das Wetter (es hat ohne Unterbrechung nur geregnet) war es ein super gemütlicher geselliger Abend. Und wenn man schon seine alten Freunde nicht da hat, sucht man sich halt schnell Neue :-)

Billy am 4x4 Flohmarkt
Kalenderwoche 11
Am Montag, den 08.03.10 war erst mal Shoppen angesagt, weil sich Simone noch was zum Geburtstag aussuchen darf. Also steuerten wir zielstrebig das gleiche Outlet-Center Harbour Town wie in Perth an, wo wir ja schon in einen Shopping-Wahn verfallen sind. Leider war dieses in den Melbourne Docklands nicht so vielseitig, aber das Wichtigste war, dass Andys Liebslingsgeschäft der Jeep-Outdoor-Laden auch da war. Also verbrachten wir die Hauptzeit in diesem Laden. Und jetzt kommts: Andy hat das Shoppen für sich entdeckt. Wie ein aufgescheuchtes Huhn ist er durch den Laden und hat euphorisch Haufen gebildet, die er kaufen will. Simone hat sich da kurz die Frage gestellt, wer hier Geburtstag hatte, aber Andy hat zu jedem Teil gesagt: Ach, des is schön, des nehmen wir auch... Sch*** drauf!!! Nur gut, dass wir zu Hause nicht so einen Klamottenladen haben, nicht dass Andys Lieblingsbeschäftigung in Zukunft auch noch Kleidershopping wird.
Den Rest der Woche haben wir damit verbracht, uns intensiv um den Verkauf unseres Billy zu kümmern, da wir nun seit über 2 Wochen in vielen Plattformen und schwarzen Brettern aktiv sind und noch keine einzige seriöse Anfrage hatten. Wir waren auf einer Camping-Messe und haben Flyer ausgehängt, wir waren am Sonntag (14.03.10) noch auf einem 4x4 Treffen, wo wie auf einem Flohmarkt Ware verkauft wurde und Autos, aber leider hat sich niemand für unseren Billy interessiert. Nicht wegen des Preises, sondern einfach weil keiner ein Auto will. Jetzt haben wir zu Plan B gegriffen und Billy wird am 19.03.10 über Ebay verkauft sein!!! Mal schauen, wie viel er uns einbringt. Momentan sind 30 Beobachter drauf.
Den Rest der Woche haben wir damit verbracht, uns intensiv um den Verkauf unseres Billy zu kümmern, da wir nun seit über 2 Wochen in vielen Plattformen und schwarzen Brettern aktiv sind und noch keine einzige seriöse Anfrage hatten. Wir waren auf einer Camping-Messe und haben Flyer ausgehängt, wir waren am Sonntag (14.03.10) noch auf einem 4x4 Treffen, wo wie auf einem Flohmarkt Ware verkauft wurde und Autos, aber leider hat sich niemand für unseren Billy interessiert. Nicht wegen des Preises, sondern einfach weil keiner ein Auto will. Jetzt haben wir zu Plan B gegriffen und Billy wird am 19.03.10 über Ebay verkauft sein!!! Mal schauen, wie viel er uns einbringt. Momentan sind 30 Beobachter drauf.
Comments
Patricia || Published: 18.03.2010 05:17 (German time)
Es sei euch verziehen!!!!!
Simone || Published: 16.03.2010 06:27 (German time)
Erst mal "Sorry", dass wir so lange nichts mehr geschrieben haben, aber wir waren mit Arbeiten, Auto verkaufen und Feiern beschäftigt.
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